Aktion „Fit in Klasse 6“ startet / Landkreis stellt Vorjahresergebnisse zur Jugendgesundheit vor

Gesund und munter in die Schule

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Das Team des Jugendärztlichen Dienstes (von links): Martina Scheele-Intemann, Andrea Hollmann (sitzend), Claudia Güers (stehend), Nicole Rinn (stehend), Heike Stegmann (sitzend), Dr. Birgit Fredershausen und Gabriele Kuptz.

Landkreis - Im Rahmen der Aktion „Fit in Klasse 6“ besucht das Team des Schul- und Jugendärztlichen Dienstes des Landkreises Verden zurzeit wieder die sechsten Schulklassen im Landkreis. „Wir hoffen durch diese Aktion möglichst viele Jugendliche zur Vorsorge ermuntern und zugleich Impflücken schließen zu können“, so Dr. Birgit Fredershausen vom Jugendärztlichen Dienst.

Ausgehändigt werden den Jugendlichen und ihren Eltern im Zuge der Untersuchung Informationen zur Vorsorgeuntersuchung J1 für 12- bis 14-Jährige sowie ein Flyer zum Thema Pubertät. Auch das Angebotsspektrum der örtlichen Sportvereine stellt der Jugendärztliche Dienst vor, verbunden mit der Ermunterung, Sport zu treiben.

2014 nahmen von insgesamt 1258 Sechstklässlern 69 Prozent das Untersuchungsangebot wahr. 810 Schüler (64 Prozent) legten auch ihre Impfausweise vor. Danach bestand eine vollständige Grundimmunisierung für Tetanus bei 99,2 Prozent der Schüler, für Diphterie bei 98,6 Prozent und für Keuchhusten bei 98,3 Prozent. Für Polio (Kinderlähmung) und den Mumps-Masern-Röteln-Schutz betrug der Anteil jeweils 97,8 Prozent, für Hepatitis B 94,2 Prozent und für Meningokokken 65,7 Prozent. In 89,5 Prozent der Fälle waren Auffrischungsimpfungen für Tetanus erfolgt, für Diphterie in 89,4 Prozent und für Keuchhusten in 86,2 Prozent der Fälle. Die Ergebnisse nebst Hinweisen auf Auffrischungsimpfungen gingen schriftlich an die Eltern.

Von 867 untersuchten Schülern erhielten 94 eine Überweisung zum Augenarzt. In zwölf Fällen kam es zu einer Brillenverordnung, vier Kinder verbleiben in augenärztlicher Kontrolle.

Der Ernährungszustand der Schüler wurde nach dem so genannten Body-Mass-Index (BMI) ermittelt. Der BMI bewertet das Körpergewicht eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße. Danach waren von 867 untersuchten Sechstklässlern fünf (0,6 Prozent) untergewichtig, 104 (zwölf Prozent) zeigten Übergewicht und 62 (sechs Prozent) litten an Fettleibigkeit (Adipositas). In Einzelfällen wurden Körpergewichte von über 100 Kilogramm gemessen. Bei Untergewicht und Adipositas wurden Überweisungen an die Kinderärzte ausgestellt, im Falle von Übergewicht im Grenzbereich erhielten die Eltern jeweils einen Hinweis.

„Mit der Resonanz auf unser Angebot bin ich zufrieden“, so Dr. Fredershausen. Die Teilnahme an der Aktion „Fit in Klasse 6“ mit dem erweiterten Untersuchungsangebot sei im Vergleich zum alleinigen Impfpass-Check deutlich besser.

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