Aikido-Sparte im TV Weser-Rieda sucht weitere Aktive / Training dienstags

„Energie für den Alltag“

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Roll- und Fallübungen, wie Meister Wolfgang Weber und ein Schüler sie hier demonstrieren, sind wesentliche Bestandteile des Aikido. Links: Fachwartin Birthe Bromund.

Verden - In der Sporthalle der Pestalozzischule in Verden wird das Aufwärmtraining absolviert: Die Mitglieder der Aikido-Sparte im TV Weser-Rieda machen Roll- und Fallübungen und führen sie in fließende Bewegungen aus. Vor sieben Jahren wurde die Aikido-Sparte im Verein gegründet, die gerne neue aktive Mitglieder begrüßen möchte.

„Der Begriff Aikido kommt aus dem Japanischen und setzt sich aus drei Wörtern zusammen. Ai bedeutet Harmonie, Ki Energie und Do der Weg“, wie Fachwartin Birthe Bromund erklärt. „Es ist ein wundervoller Sport, der einen erdet und den Kopf frei macht“, schwärmt sie von der japanischen Kampfkunst, deren Ursprünge auf den Schwertkampf der Samurai zurückgehen. „Und mit Meister Wolfgang Weber haben wir einen tollen Lehrer, der uns von Beginn an im Aikido unterrichtet“, sagt sie.

Eine der Besonderheiten des Aikido ist laut Bromund, dass es keine Wettkämpfe gibt. „Wir führen auch keine aktiven Schlag- oder Tritttechniken aus, wie man sie im Karate und in anderen Kampfsportarten findet“, erklärt die Fachwartin. Auch die Übungen aus der Kunst des Schwertkampfes seien beim Aikido nur abgeleitet. Bromund: „Das Schöne an unserem Sport ist, dass wir nicht gegeneinander, sondern miteinander agieren. Und wir üben einen Sport aus, für den es weder eine Altersbegrenzung noch eine besondere Anforderung an die Fitness der Teilnehmer gibt.“

Bromund ist besonders von der Harmonie der Bewegungsabläufe fasziniert. Eine Begeisterung, die viele der Mitglieder teilen. „Durch Aikido habe ich meinen Körper sehr viel besser kennen gelernt. Im Training hole ich mir meine Energie für den Alltag“, so eine Mittvierzigerin.

„Aikido schult Körper, Geist und Seele“, fasst Bromund zusammen. Die Stille habe ihren festen Platz, da jede Übung damit beginne, dass die Sportler in einer Reihe in traditioneller japanischer Haltung, dem Seiza-Sitz (kniend auf den Fersen hockend) in konzentrierter Stille Platz nähmen, während vor ihnen der Meister die Details der Übungen zeigt.

Als Übungsschwerpunkte werden von Bromund das Rollen und Fallen beschrieben. Mit ihnen bekomme der Aktive bei einem Angriff eine bessere Distanz zum Gegner und könne sich etwa unter Schlägen „wegkugelnd“ in Sicherheit bringen. Bromund: „Die Aggression eines Angriffs wird umgelenkt.“

Deshalb starte auch jedes Training damit, dass sich alle von einer Seite der Sporthalle zur anderen „rollend“ bewegten. Zuerst geschehe dies im Sitzen, dann per Roll- und Fallübungen aus dem Stand heraus, wobei der Sportler nach jeder Rolle wieder auf den Füßen lande.

Die Anweisungen dazu gibt der Meister, der seine Schüler leise, aber präzise führt. Im Training wechseln sich die Partner in Angriff und Verteidigung und es wird ohne viel Worte, wenn auch nicht in völliger Stille geübt.

Wer Aikido einmal ausprobieren will, ist herzlich willkommen. Trainiert wird immer dienstags, von 19 bis 20.40 Uhr, unter Meister Wolfgang Weber (5. Dan) in der Pestalozzischule, Josephstraße 2, in Verden. Kostenlose Probestunden sind möglich. Kontakt: Birthe81@yahoo.de oder Telefon 0162/2057038.

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