Fototeam Lichtstark zeigt Bilder bei Startklar in der Max-Planck-Straße

Ästhetik in Schwarzweiß

Drei Fotografen aus dem Team Lichtstark waren bei der Vernissage anwesend (v. l.) : Gabriele Tinscher, Thomas Tscheu und Petra Ernst. - Foto: Haubrock-Kriedel

Verden - Fotografien müssen nicht immer bunt sein, um zu wirken. Schwarzweiß-Aufnahmen entfalten gerade durch den Mangel an Farben ihre ganz eigene Ästhetik. Eine beeindruckende Auswahl solcher Fotografien zeigt das Team Lichtstark, eine private Interessengruppe von sieben ambitionierten Fotografen aus dem Kreis Verden, noch bis zum 1. November in den Räumen von Startklar in der Max-Planck-Straße 18 in Verden.

Das Fototeam Lichtstark besteht seit fast sechs Jahren. „Wir treffen uns einmal im Monat zum Austausch und um konstruktive Kritik zu üben“, erzählt Gabriele Tinscher bei der Vernissage.

Das Team geht bei gemeinsamen Exkursionen auf Motivsuche. Es gab bereits mehrere Ausstellungen, darunter eine mit Schwarzweißfotografien im Haus der Diakonie in Bremen. „In Bremen hatten wir viel positive Resonanz, daher haben wir das Thema hier noch einmal aufgegriffen“, so Tinscher.

Neben ihren Bildern sind in der Ausstellung bei Startklar noch Fotografien von Werner Meyer, Thomas Tscheu, Christian Wiechmann, Gesine Cyl und Petra Ernst zu sehen. Beim Rundgang wird schnell deutlich, dass jeder der Fotografen seine Lieblingsthemen hat. Werner Meyer hat sich auf die Natur spezialisiert. Im Weltvogelpark fing er zum Beispiel einen Anden-Kondor ein. Auf der Botanika fotografierte er eine filigrane Orchidee. Sie bekommt in Schwarzweiß eine völlig neue Wirkung.

Christian Wiechmann zeigt Bilder aus Hamburg und Dänemark. Eine interessante Sichtweise bietet „Die Luke ins Licht“, das an der Küste Dänemarks aufgenommen wurde. Im Vordergrund sieht man ein gewaltiges Schiffsteil, durch das man aufs Meer blickt.

Gesine Cyl liebt ungewöhnliche Perspektiven. So zeigt sie beispielsweise den Blick von unten auf den Kronleuchter in der Stadtkirche Walsrode oder eine Detailaufnahme des Berliner Funkturms.

Thomas Tscheu geht gern bei Gebäuden auf Motivsuche. In der Ausstellung zeigt er im Übrigen einen Hafenspeicher in Dömitz oder Menschen bei der Besichtigung eines Speichers in Bremen. „Schwarzweißfotografie hat einen ganz anderen Anspruch. Man überlegt vorher, ob das Motiv dafür geeignet ist, man fotografiert anders“, erklärt er. Bei der Schwarzweiß-Technik würden die Unterschiede von hell und dunkel deutlicher hervortreten, auch mit der Schärfe müsse man anders arbeiten. „Dadurch entsteht eine ganz andere Spannung.“

Petra Ernst hat sich der Tierfotografie verschrieben. „Tiere zu fotografieren, finde ich spannend. Vor allem Affen und Gorillas, die sind dem Menschen so ähnlich“, sagt sie. Der beeindruckende Gorilla aus dem Zoo Chicago braucht wirklich keine Farbe, die Wirkung spricht für sich.

Die Schattenbilder von Gabriele Tinscher sind im Studio entstanden. Zu sehen ist die ästhetische Silhouette einer jungen Frau.

„Modell hat meine Tochter gestanden. Ich hatte schon eine Idee, wie es aussehe sollte. Meine Tochter stand hinter einer Leinwand, das Licht kam von hinten. Ich habe dann mit den Entfernungen gespielt und verschiedene Effekte ausprobiert. Das ist ein Portrait mal anders“, so Tinscher.

ahk

Mehr zum Thema:

VfB baut dank Terodde Tabellenführung aus - Aue in Not

VfB baut dank Terodde Tabellenführung aus - Aue in Not

Karneval in Riede - Tag 1

Karneval in Riede - Tag 1

Karneval in Riede - Tag 2

Karneval in Riede - Tag 2

Fasching in Hassel

Fasching in Hassel

Meistgelesene Artikel

Bernhard Böden „Achimer Unternehmer des Jahres 2017“

Bernhard Böden „Achimer Unternehmer des Jahres 2017“

„Einer hat da wohl nicht mitgedacht“

„Einer hat da wohl nicht mitgedacht“

Kein Bettenhaus ohne B-Plan

Kein Bettenhaus ohne B-Plan

Einsatz in luftiger Höhe braucht Übung

Einsatz in luftiger Höhe braucht Übung

Kommentare