In der Rheinstraße fallen begehrte Parkplätze wegen einer Einengung der Fahrbahn weg

Ärgernis oder Aufwertung?

Der Überweg an der Rheinstraße wird nicht von allen Anwohnern begrüßt, weil Parkplätze wegfallen.
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Der Überweg an der Rheinstraße wird nicht von allen Anwohnern begrüßt, weil Parkplätze wegfallen.

Verden – Eine Einengung an der Rheinstraße in Verden, die aktuell im Auftrag der Stadt Verden von einer Baufirma so gut wie fertiggestellt worden ist, wird nicht von allen Anwohnern positiv aufgenommen. Im Gegenteil: Holger Gerlach, dessen Wohnblock direkt im Bereich der Einengung liegt, kann sich fürchterlich darüber aufregen: „Das ist eine unsinnige sowie Steuergelder verschwendende Verkehrsberuhigung.“ Der Effekt sei hierbei gleich null, da durch die beidseitig parkenden Fahrzeuge auch vorher nur ein befahrbarer Mittelstreifen zur Verfügung gestanden habe. Was Gerlach und andere Anwohner der Rheinstraße ärgert: Es fallen einige Parkplätze direkt am Zugang zum Wohnblock weg. „Gucken Sie sich doch mal um, hier gibt es lauter kleine Wohnungen, also viele Bewohner und die meisten haben ein Auto.“ Abends finde man hier keine Lücke mehr.

Für Holger Gerlach kam die Maßnahme völlig überraschend: „Vor 14 Tagen wurden hier plötzlich Parkverbotsschilder aufgestellt, und dann kam auch schon die Baufirma mit schwerem Gerät und legte los.“ Ihm entgangen ist, dass diese bauliche Veränderung an der Rheinstraße im Bereich der Zuwegung zum Haus am Oderplatz im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Wohnquartiers steht.

Rainer Kamermann, im Rathaus Verden für diese Maßnahme verantwortlich, spricht auch nicht von Verkehrsberuhigung, sondern von Verkehrssicherheit. „An dieser Stelle sollen Bewohner sicherer als vorher die Straße überqueren können.“ Dieser Weg führe schließlich am Begegnungszentrum vorbei direkt zum Spielplatz, der vergrößert werde.

Überhaupt sei beabsichtigt, auch im Hinblick auf weitere Wohngebäude, die hier entstünden, das Quartier aufzuwerten. Dazu gehöre nicht nur die Schaffung weiterer Wegeverbindungen, sondern auch die Verschönerung der Gemeinschaftsplätze durch Begrünung. Kamermann verweist außerdem auf ein Beteiligungsverfahren, bei dem Anwohner gehört worden seien. Parkmöglichkeiten gebe es im Übrigen genug, sagt der Leiter des Fachbereichs 5 (Straßen und Stadtgrün). Ein paar Häuser weiter Richtung Bremer Straße befinde sich ein großer Parkplatz mit ausreichend Stellplätzen.

Für Gerlach und andere Anwohner ist das nur ein schwacher Trost, wenn schwere Einkäufe 200 Meter weit getragen werden müssen. Probleme auf die Anwohner zukommen sieht er auch, wenn der nächste Müllabfuhrtermin ansteht. „Die Tonnen haben doch alle hier gestanden. Wo sollen wir damit hin?“

Weitere Wege müssen zukünftig wohl in Kauf genommen werden, auch für die Postbotin, die mit ihrem neuen Elektroauto, dem sogenannten Streetscooter, durch die Einengung nicht mehr in die Einfahrt zum Haus am Oderplatz fahren kann. „Das ist jetzt einfach zu eng geworden.“ Weil sie nicht mehr so dicht wie zuvor an die Briefkästen des Wohnblocks herankommt, stapelt sie die Pakete auf der Sackkarre – im Postauto stets griffbereit.

Von Erika Wennhold

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