Achse des Miteinanders

Mehrgenerationenhaus in Borstel deutschlandweit besonders

Das Grundstück liegt an der Ecke Holger-Schmezer-Straße/Hanna-Zuschneid-Straße. Screenshot: Maps
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Das Grundstück liegt an der Ecke Holger-Schmezer-Straße/Hanna-Zuschneid-Straße.

Verden-Borstel - Von Lea Oetjen. „Ich hoffe sehr, dass der neue Bürgertreff im Sommer 2022 in Betrieb genommen werden kann“, kündigte Lutz Brockmann gestern im Rahmen eines Ortstermins an. Dem Bürgermeister sei bewusst, dass das ziemlich optimistisch geplant sei, aber „es lohnt sich, viel Energie in dieses Projekt zu stecken, weil es etwas ganz Neues ist. Das Mit- und Nebeneinander muss schließlich sehr gut durchdacht sein“.

Der Reihe nach: Auf einem Grundstück an der Ecke Holger-Schmezer-Straße/Hanna-Zuschneid-Straße in Verden-Borstel soll ein neues, moderneres Gebäude für das Mehrgenerationenhaus des hiesigen Bürgertreffs entstehen. „Bislang sind unsere Angebote auf drei Standorte verteilt“, klagte Sabine Mandel. Dies sei mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden. „Es war immer unser Wunsch, nur einen Platz für den Bürgertreff zu haben.“

Eine Bitte, die die Stadt Verden nun erfüllt. Sie plant, den Neubau um zwei Krippenplätze sowie um ein Ober- und Dachgeschoss zu ergänzen, um dort sechs preiswerte Mietwohnungen zu schaffen. „Wir werden dieses Grundstück äußerst flächensparend nutzen“, so Brockmann. „Es ist etwas sehr Besonderes, eine Kita und ein Mehrgenerationenhaus in einem Gebäude zu haben. Das ist deutschlandweit einmalig.“ Der Borsteler Bürgermeister und FDP-Ratsherr Jürgen Weidemann ergänzte: „Wir haben jetzt ein echtes Pilotprojekt hier in Borstel.“

Freuen sich auf den neuen Bürgertreff: Bürgermeister Lutz Brockmann, Christel Kijewski, Jürgen Weidemann (FDP) und Sabine Mandel (v.l.). Foto: Oetjen

Nun gilt es, für das laufende Jahr einen Architektenwettbewerb einzuleiten. Der Beschlussentwurf steht also. Lediglich die Fachausschüsse müssen dem Vorhaben noch zustimmen, ehe der Stadtrat im März darüber entscheidet. Große Zweifel, dass der Grundsatzbeschluss noch gekippt werden könnte, haben Brockmann und Weidemann nicht. „Das Neben- und Miteinander von Kita und Mehrgenerationenhaus führt zu deutlichen Synergien und Vorteilen“, wie Brockmann fand. „Hier könnte eine tolle Achse des Miteinanders entstehen.“ Weidemann pflichtete ihm bei: „Es ist ein toller Standort. Wohngebiete mit jungen Familien sind in Reichweite, und Auszubildende, die im Gewerbegebiet arbeiten, können hier Wohnraum finden.“

Das Einzige, was voraussichtlich für Diskussionsbedarf sorgen könnte, seien die Parkmöglichkeiten, befürchtet der Liberale. Das habe auch im Ortsrat Borstel für für Gesprächsstoff gesorgt. „Wir werden mit den Nachbarn sprechen“, kündigte Brockmann mit Blick auf die vielen Parkplätze der Nebengebäude, die tagsüber frei sind. Mögliche Optionen seien ein Kauf oder ein Nutzungsrecht.

Der Sitzungsvorlage ist zu entnehmen, dass der Neubau des Bürgertreffs dringend ist. „Wir stoßen schon seit Längerem an unsere räumlichen Grenzen“, klagte Christel Kijewski vom Bürgertreff am Hoggenkamp. Bisher sei die Einrichtung nicht barrierefrei und renovierungsbedürftig.

Übrigens: Bis zum Baubeginn nutzt der Bürgertreff die Fläche als Garten. „Im vergangenen Jahr haben wir Sonnenblumen, Kartoffeln und Kürbisse angepflanzt“, erzählte Kijewski stolz.

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