BBS-Turnhallen leer / Landrat Bohlmann dankt Vereinen und Schulen

Abschluss der Umquartierung

Vor einigen Wochen waren die BBS-Sporthallen noch Ort einer massiven Auseinandersetzung. J Foto: Bruns

Landkreis - Die Turnhallen der Berufsbildenden Schulen Verden (BBS) sind keine Flüchtlingsunterkunft mehr. Die Umquartierung der letzten Flüchtlinge aus den beiden Sporthallen fand in der vergangenen Woche ihren Abschluss, so Landrat Peter Bohlmann.

Damit wurden auch die letzten im Landkreis Verden für die Flüchtlingsunterbringung genutzten Turnhallen frei. Diese umfassende Umquartierung – zumeist in Wohnungen – konnte innerhalb der vergangenen zweieinhalb Monate bewerkstelligt werden. Mitte März lebten noch rund 600 Personen in den insgesamt fünf Sporthallen, die im Oktober 2015 in größter Eile innerhalb von zwei Wochen als Notquartiere hergerichtet worden waren.

Die Sporthalle Embsen als auch die Turnhalle des Gymnasiums am Wall in Verden konnten bereits im April für den Vereins- und Schulsport freigegeben werden. Ende Mai folgte die Rückgabe der Sporthalle in Uphusen. Ende Juni stehen nun die beiden Sporthallen der BBS als die mit Abstand größte Notunterkunft im Landkreis wieder für ihren eigentlichen Bestimmungszweck zur Verfügung.

Landrat Peter Bohlmann bedankte sich bei den Vereinen und Schulen, die auf die Hallen verzichten mussten und dennoch die Unterbringung der Flüchtlinge verständnisvoll unterstützt haben. „Das ist keine Selbstverständlichkeit und zeigt, dass wir im Landkreis Verden trotz der Krisenlage in den letzten Monaten sehr rational und konstruktiv mit den Zuwanderungsproblem umgegangen sind“, so Bohlmann.

Insgesamt gibt es im Landkreis zurzeit noch elf kleinere Sammelunterkünfte, in denen zwischen 30 und 70 Personen untergebracht sind. Hinzu kommen mit dem Polar-Gelände in Morsum, der Containersiedlung am Kreishaus und einer umgebauten Fahrzeughalle in Ottersberg drei weitere Unterkünfte für 100 bis 200 Personen. In allen Sammelunterkünften, so Bohlmann, würden sich die Geflüchteten nun komplett selbst versorgen.

Auch eine bessere Verteilung auf die Städte und Gemeinden des Landkreises sei so möglich – beides zwingende Voraussetzungen, die erforderliche Integration voranzutreiben. Von den über 2 000 Geflüchteten, die den Landkreis Verden seit Mitte Oktober erreichten, leben aktuell noch rund 730 Personen in Sammelunterkünften. Für die anderen konnten Wohnungen gefunden werden. „Beim Landkreis arbeiten wir dennoch mit Hochdruck daran, weitere Wohnungen zu akquirieren, da gerade für Familien die dezentrale Unterbringung die wichtigste Integrationsvoraussetzung darstellt“, sagte Landrat Bohlmann zum Schluss seiner Ausführungen.

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