„Ride for help“ in Frankreich: Verdener Team tritt für den guten Zweck in die Pedale

Abrackern für Leander-Hector

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Das Team, das auf dem Fahrrad alles für den guten Zweck geben will: Wolfgang Pade, Wolfgang Struif und Ralf Emmerich mit Leander-Hector.

Verden - Sie nennen sich „CCV – Cycling Community Verden“ und wollen sich für den guten Zweck die Beine auf dem Rennrad abstrampeln: Wolfgang Pade, Wolfgang Struif, Ralf Emmerich und Peter Krohn nehmen als Team beim 12. „Ride for help“ durch die französischen Alpen teil.

Die gemeinnützige Initiative entstand 2005 durch Mars Petcare. In den vergangenen Jahren radelten Mars-Mitarbeiter auf den Spuren der Tour de France durch die Alpen, um Geld für die Ausbildung von Assistenzhunden zu sammeln. 2015 düsten 33 Teilnehmer aus acht Nationen durch die Berge, um für die erkrankte Kirchlintlerin Stefanie Eckhoff den Begleithund Ole ausbilden zu lassen. In diesem Jahr gibt es eine Änderung: Da Mars die Federführung der Aktion abgegeben hat, können die Rad-Teams, die jeweils aus vier Fahrern bestehen, nun selbst entscheiden, für welchen Zweck sie spenden wollen.

Chefkoch Wolfgang Pade hat die Gründung eines Verdener Teams in die Wege geleitet und nimmt die Herausforderung zusammen mit Wolfgang Struif, Ralf Emmerich und Peter Krohn an. Die Vier wollen Geld für die Unterstützung von Leander- Hector sammeln.

Der Siebenjährige ist durch eine Entwicklungsstörung beeinträchtigt und auf den Rollstuhl angewiesen. Der fröhliche und muntere Junge besucht nach den Sommerferien zusammen mit 22 weiteren Kindern den Unterricht der zweiten Klasse an der Grundschule am Lönsweg. Die Schule arbeitet mit der Likedeeler Schule der Lebenshilfe Verden zusammen – dadurch konnten Kooperationsklassen entstehen, die beeinträchtigten Kinder eine Integration in den Schulalltag ermöglichen.

Doch damit Leander-Hector auch möglichst normal am Schulleben teilnehmen kann, benötigt er verschiedene Hilfsmittel, wie zum Beispiel eine Rollstuhlschaukel oder spezielles Spielzeug. Das will das „CVV“-Team für den Siebenjährigen „erradeln“ und die Rennrad-Sättel zum Glühen bringen.

Das Prinzip der Aktion ist ganz einfach: Alle Teilnehmer der Tour können Freunde, Bekannte, Verwandte oder auch Kunden, Patienten und Klienten bitten, pro gefahrenen Kilometer des jeweiligen Fahrers eine bestimmte Summe zu spenden.

Insgesamt treten sieben Teams aus sieben Ländern für verschiedene gute Zwecke ordentlich in die Pedale. Die „Ride for Help“-Tour startet am 21. August in Evian und endet am 26. August in Alpe d’ Huez. Entlang der Strecke gibt es Hotels, in denen die Radfahrer schlafen. Das Team um Wolfgang Pade will etwa 80 bis 100 Kilometer pro Tag schaffen, dabei müssen sie teilweise Höhenmeter zwischen 2 000 und 3 000 bewältigen. „Wir trainieren schon fleißig“, erzählt Wolfgang Pade. „Ohne Training wäre so eine Tour auch überhaupt nicht möglich, wir sind ja alle nur Amateure“, lacht der Koch. Wolfgang Struif erklärt: „Begleitet wird die Tour von drei Fahrzeugen – einem Besenwagen, der Leute einsammelt, die am Ende ihrer Kräfte sind, einem Verpflegungswagen und einem Begleitfahrzeug, in dem Ärzte für den Ernstfall sitzen.“ Die Vier freuen sich auf die sportliche Herausforderung und hoffen, dass sich noch Spender finden lassen, die das Team und somit Leander-Hector unterstützen. - mas

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