Nach Lesergedicht

Telekom-Ausfall in Verden: Chef reagiert mit charmantem Gedicht ☺

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Der Chef persönlich dichtete eine Antwort.

Verden - „Ihr gewünschter Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar, versuchen Sie es später noch einmal.“ Diese Ansage vom Band haben am Montag viele Verdener zu hören bekommen, als sie beim Kundencenter der Telekom anriefen.

Ein Telekom-Kunde äußerte daraufhin seinen Unmut in einem witzigen Gedicht, das in der Printausgabe der Verdener Aller-Zeitung veröffentlicht wurde. 

„Ein Mensch, im Alter, der stets fromm, er spricht und surft mit Telekom. Derselbe Mensch ist wohlgemut, solange es der Anschluss tut.

Doch wie’s die Technik mit sich bringt, die Umstellung nicht gleich gelingt. Erst analog, dann digital; die Folgen waren nicht banal.

So meldet, zu Recht mit Empörung, der Nutzer eine Anschlussstörung, er ist, solang sich niemand regt, von Gegenseite lahmgelegt.

Zugesagt so wurde gar, ‘ne Frist, die zur Entstörung war. Gelackmeiert der Mensch wohl ist, wenn die nicht einzuhalten ist.

Wie tickt die Leitung bei der Post? Geht nur bei Sonne, nicht bei Frost? Um nun die Sache abzurunden, so seid bald wieder gut verbunden.“

Tim Höttges, CEO der Telekom, las dieses Gedicht, reagierte prompt darauf und dichtete noch vor Bilanzpressekonferenz eine sehr charmante Antwort.

Ein Mensch, mit Mitte 50, der meist froh, ist bei der Telekom der CEO. Derselbe Mensch, er muss mit Schrecken, am Morgen ein Gedicht entdecken.

Ein Kunde reimt, was ihm passiert: Sein Anschluss ward nicht repariert. Kein Freizeichen, das sich noch regt. Stattdessen: Einfach lahmgelegt.

Nun hat der Mensch viele Facetten. Es gibt die bösen. Und die netten. Die einen greifen oft zum Spaten. Und andere sind Bürokraten.

Es gibt Verschwender auch und Erbsenzähler. Und wo Mensch wirkt, passieren Fehler. Und doch darf es uns nicht passieren, dass Menschen Anschlüsse verlieren.

Tim Höttges. Foto: Thomas Ollendorf

Stattdessen gilt bei uns das Streben, den Menschen Teilhabe zu geben. „#Dabei sein“ lautet unser Ziel. Und dafür bauen wir auch viel.

In diesem Jahr: 2 000 Funkantennen, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Und nicht nur Stadt, sondern auch ländliches Gebiet: Kriegt von uns Glasfaser. Und damit Speed.

Das alles hilft am Ende nicht, wenn Kunden dann die Leitung bricht. Wenn einer Abhilfe verspricht. Und dann: Kein Techniker in Sicht.

Dies ist von unserem Anspruch weit entfernt. (Sehr weit!) Und wenn man auch aus Fehlern lernt: Es tut mir leid, und ich hoffe, dass bei Ihnen bald der Ärger schwindet. Und Sie erneut erleben, was verbindet!

Originalmeldung, 18. Februar

Vielen dürfte es so gegangen sein, wie der Redaktion: Eine Auskunft war in Ermangelung einer Verbindung zu einem Gesprächspartner nicht zu erhalten. Grund für die Anrufe waren Klagen von Verdener Kunden des Telekommunikations-Unternehmens. Sie hatten seit Freitag weder funktionierende Telefonleitungen noch einen Zugriff auf das Internet. 

„Da kann man froh sein, wenn man wenigstens ein Handy hat“, kommentierte die Verdenerin Katrin Wickbold bei der Nachfrage in der Redaktion. Offenbar waren, wie sie, ganze Straßenzüge in der Innenstadt von der Außenwelt abgeschnitten, zumindest was Festnetztelefon und Internet betrifft. 

Netzstörung am Montagabend behoben

Besonders genervt waren am Montag auch Geschäftsleute, die ständig auf Internet-Datenbanken und Online-Bestellsysteme Zugriff haben müssen, wie etwa die Betreiber von Apotheken. Über das genaue Ausmaß des Problems und seine Beseitigung, war nichts zu erfahren. Die Telekom-Pressestelle konnte aber am frühen Abend melden, dass der Ausfall behoben worden sei.

kle/lo

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