Kreisweite Anordnung für Geflügel

Ab in den Stall

Landkreis – Die Veterinärbehörde des Landkreises Verden hat eine kreisweite Aufstallungspflicht für sämtliches im Kreisgebiet gehaltenes Geflügel – von Hühnern und Puten über Enten und Gänse bis hin zu Fasanen, Wachteln und Laufvögeln – ab Freitag, 20. November, angeordnet. Als Grund gibt die Kreisverwaltung eine verendete Wildgans an, bei der eine Infektion mit der Hochpathogenen Aviären Influenza, kurz Geflügelpest, vom Subtyp H5 bestätigt worden sei. Das Ergebnis des Nationalen Referenzlabors, dem Friedrich-Loeffler-Institut, stehe hier noch aus. Allerdings seien auch positive Fälle bei Wildvögeln in Nachbarlandkreisen bekannt.

„Die Gefahr, dass das Hochpathogene Aviäre Influenzavirus über Wildvögel in heimische Geflügelbestände eingetragen wird, ist deutlich gestiegen. Für Geflügelhalter gilt jetzt, besonders wachsam zu sein und auf eine strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen zu achten“, erklärt Kreisveterinärin Dr. Martina Gouverneur. Im Kreis Verden, so Gouverneur, gäbe es rund 1 100 Bestände mit rund 450 000 Stück Geflügel, die geschützt werden müssten.

Der Landkreis Verden ist laut Veterinärbehörde ein Wildvogeldurchzugs- und Rastgebiet für zahlreiche wild lebende Wat- und Wasservögelarten. Die Behörde habe daher die Unterbringung von Geflügel in geschlossenen Ställen, mindestens aber unter einer Schutzvorrichtung angeordnet. Diese Vorrichtung muss aus einer überstehenden, nach oben gesicherten Abdeckung bestehen und an allen Seiten zum Beispiel durch Draht oder Netze gesichert sein.

Des Weiteren weist das Amt auf die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen hin. Demnach darf kein Oberflächenwasser für Tränken benutzt und auch nur an für Wildvögel unerreichbaren Stellen gefüttert werden. Futter, Einstreu und alle für die Geflügelhaltung erforderlichen Gegenstände müssen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden. Darüber hinaus sollte beim Betreten der Geflügelhaltung gesondertes Schuhwerk getragen werden. Jäger sollten jeglichen Kontakt zu Geflügel vermeiden, wenn sie mit Federwild in Kontakt gekommen sind. Auffällige Todesfälle bei Geflügel sind dem Veterinäramt, Telefon 04231/15-770, zu melden. Ein direkter Kontakt mit toten oder kranken Wildvögeln sollte unbedingt vermieden werden.

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