75 Prozent weniger Stromverbrauch

Verdener Jahnsporthalle auf LED-Beleuchtung umgerüstet

Drei Männer in Jacken und mit Mundschutz stehen in einer Sporthalle und unterhalten sich.
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Sind mit dem Ergebnis der Umrüstung zufrieden: Ingenieur Thorsten Schmitz, Ralf Heinrich (Stadt Verden) und Bürgermeister Lutz Brockmann (v.l.).

Für rund 130000 Euro erhielt die Jahnsporthalle eine neue Beleuchtung inklusive modernster Steuerung. Eine Menge Geld. Doch die Investition soll sich schon in wenigen Jahren amortisiert haben.

Verden – 30 Jahre alt ist die Jahnsporthalle mittlerweile, aber immer noch gut in Schuss. Nun ist die Sportstätte auch lichttechnisch auf dem neuesten Stand.

Die alten Leuchtstofflampen wurden durch energiesparende LED-Beleuchtung ersetzt. Die Sanierungsmaßnahme wurde zu 40 Prozent aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.

Zwei Jahre habe es von den ersten Überlegungen bis zur Umsetzung des Projektes gedauert, sagte Bürgermeister Lutz Brockmann beim Ortstermin am Dienstag. Der Plan sei, bis 2025 alle städtischen Gebäude auf LED-Beleuchtung umzurüsten, so der Verwaltungschef weiter.

Der Förderantrag für die Umrüstung der Jahnsporthalle wurde im April 2020 gestellt, der Zuwendungsbescheid kam im Februar 2021. Die Arbeiten begannen zwei Monate später und wurden hauptsächlich in den Sommerferien durchgeführt, um den laufenden Betrieb möglichst wenig zu stören. Ende Oktober wurde das Projekt termingerecht fertiggestellt. Die Gesamtsumme der Elektroinstallation beläuft sich auf knapp 130 000 Euro.

Gerade die gut ausgelastete Jahnsporthalle mit der hohen Wattzahl an Beleuchtung biete viel Einsparpotenzial, wusste Ralf Heinrich, bei der Stadt Verden zuständig für die Unterhaltung der städtischen Gebäude, zu berichten. Er gehe davon aus, dass sich die Ausgaben in fünf bis sechs Jahren amortisiert haben werden.

Die 150 alten Leuchtstofflampen wurden durch 167 LED-Lampen ersetzt. Allerdings war es damit allein nicht getan. „Die Leitungen für die Steuerung mussten neu verlegt werden. Die Sporthalle verfügt jetzt über ein intelligentes Steuerungssystem“, erklärt Thorsten Schmitz, Fachingenieur für Elektrotechnik vom Ingenieurbüro Pachaly GmbH aus Weyhe.

Die Anlage regelt die Helligkeit nach dem eingestellten Ist-Wert selbstständig, fährt außerdem die Helligkeit herunter, wenn sie in der Halle keine Bewegungen registriert und schaltet sich nach einer gewissen Zeit ganz ab.

Der Einspareffekt kann sich durchaus sehen lassen: Die durchschnittliche Stromeinsparung beträgt circa 75 Prozent. Dies entspricht 80 111 Kilowattstunden pro Jahr und einer CO2-Einsparung von 945 Tonnen über die geschätzte Lebensdauer der Anlage von 20 Jahren, was einer jährlichen Einsparung von 47 Tonnen CO2 entspricht.  

Von Antje Haubrock-Kriedel

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