Warnstufe I für nächste Woche erwartet

Corona-Regeln: 3G greift im Landkreis Verden noch nicht

Eine Hinweisschild an einem Ticketschalter weist auf die Nachweise nach der 3G-Regel hin.
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Nach der 3G-Regel werden die Nachweise ebenso wichtig wie Eintrittskarten.

Landkreis – „Wir beobachten, dass sich das Infektionsgeschehen zunehmend schwieriger auf bestimmte Cluster wie Betriebe und Pflegeheime eingrenzen lässt und wieder mehr in die Fläche geht“, berichtet Landrat Peter Bohlmann. Infektionen, die auf Reiserückkehrer zurückgehen, würden zunehmen. Der Verwaltungschef geht deshalb davon aus, dass in der nächsten Woche die erste Warnstufe nach der neuen Corona-Verordnung des Landes erreicht wird. Dann werde auch die 3G-Regel im Kreisgebiet in Kraft gesetzt werden.

Da die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis am gestrigen Mittwoch gemäß Robert-Koch-Institut bei 49,6 lag, gilt die neue Regel noch nicht. „Fünf Tage in Folge eine Inzidenz über 50, dann greift zwei Tage später die 3G-Regel“, erklärt Bohlmann. Da die Fallzahlen steigen, erwartet er, dass zum nächsten Donnerstag die 3G-Regel kommen könnte.

Das Land habe seine Corona-Verordnung grundlegend erneuert, berichtet der Landkreis in einer Pressemitteilung. Danach würden mögliche Einschränkungen nun nicht mehr allein auf Grundlage der Sieben-Tage-Inzidenz erlassen. Auch die landesweite Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Fälle je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen sowie der Anteil der Corona-bedingt belegten Intensivbetten würden in die Bewertung der Pandemielage einfließen.

Überschreiten mindestens zwei dieser drei Leitindikatoren den Schwellenwert oder werde an fünf aufeinander folgenden Werktagen der Inzidenzwert von 50 überschritten, trete mit dem Erreichen der Warnstufe 1 oder, wenn der Landkreis die stabile Überschreitung in einer Allgemeinverfügung feststellt, die 3G-Regel in Kraft.

Corona: Nur mit 3G in Innengastronomie

„Ich halte es für richtig, dass das Land jetzt die reine Inzidenzbetrachtung zugunsten der Berücksichtigung weiterer Indikatoren erweitert“, kommentiert Bohlmann die Neuerungen. Neben Personen, die gegen das Coronavirus vollständig geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung kürzlich genesen sind, haben demnach nur getestete Personen Zugang zu bestimmten Einrichtungen und Dienstleistungen. Das gelte für den Besuch der Innengastronomie von Gaststätten, Bars und Restaurants sowie für Übernachtungen in Hotels und Pensionen. Auch bei körpernahen Dienstleistungen wie beim Friseur, in Kosmetik-, Massage- oder Tattoo-Studios oder bei medizinischen Dienstleistungen wie Fußpflege oder Physiotherapie ist ein negativer Test nötig.

Kinder und getestete Schüler von G3-Regel ausgenommen

Die 3G-Regel greife auch bei Zusammenkünften von mehr als 25 und bis zu 1000 Personen in geschlossenen Räumen wie im Theater, Kino oder auf Konzerten. Betroffen von der Regelung sind auch Fitnessstudios und Kletterhallen, Schwimmbäder, Thermen, Saunen und Sporthallen. Unabhängig vom Infektionsgeschehen gelte die 3G-Regel generell bei Besuchen in Kliniken und Pflegeheimen, bei Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmenden oder in Diskotheken und Shisha-Bars. Befreit sind Kinder, die das sechste Lebensjahr nicht vollendet haben oder noch nicht eingeschult sind, sowie regelmäßig in der Schule getestete Schülerinnen und Schüler.

Veranstalter und Betreiber müssen wegen Corona kontrollieren

Der negative Test, der den Weg frei macht, darf nicht älter als 24 Stunden sein. Auch amtlich zugelassene Tests zur Eigenanwendung, so genannte Selbsttests, seien gestattet, wenn sie im Beisein des Dienstleisters oder Veranstalters durchgeführt werden. Auch die Nachweise der Impfung oder Genesung müssen Betreiber und Veranstalter kontrollieren.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Verden: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Der medizinische Mund-Nasenschutz hat noch nicht ausgedient. Generell gilt die Pflicht in geschlossenen Räumen, in Geschäften, öffentlichen Einrichtungen, auf Veranstaltungen sowie im ÖPNV. Abstandhalten ist weiterhin geboten. Veranstaltungen mit mehr als 1 000 gleichzeitig anwesenden Teilnehmenden sind genehmigungspflichtig.

Weitere Informationen im Internet auf www.landkreis-verden.de/coronaverordnungen.

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