39-Jährige zieht Berufung zurück / Sechs Monate auf Bewährung

Beate-Uhse-Bettwäsche im Namen einer Bekannten bestellt

Mediengruppe Kreiszeitung
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Verden - Um Drachenbettwäsche von Beate Uhse ging es in einer Berufungsverhandlung am Landgericht Verden. Die 39 Jahre alte Angeklagte aus Verden war in erster Instanz wegen Betruges zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil sie zwei Bestellungen auf den Namen einer Bekannten getätigt hatte. Vor Gericht behauptete sie, dass ihre Tochter Bettwäsche und Schmuck bestellt habe.

„Sie hatte mich gefragt, ob sie die Pakete zu mir schicken lassen kann,“, berichtete eine Zeugin aus Thedinghausen. In einer Spielothek habe sie die Angeklagte kennengelernt, so die 57-Jährige. Gelegentlich habe man einen Kaffee zusammen getrunken und als sich die Angeklagte die Pakete, die Geschenke für die Tochter enthalten sollten, nicht nach Hause schicken lassen wollte, weil ihr Freund und ihre Tochter davon nichts wissen sollten, habe sie sich nichts dabei gedacht, erklärte die Zeugin.

Stutzig habe es sie gemacht, dass sie als Rechnungsempfängerin benannt worden war. Die Angeklagte habe die Rechnungen begleichen wollen, dies aber nicht getan. „Ein paar Tage später behauptete sie, ihr Hund habe die Rechnungen gefressen“, so die Zeugin. Als die Mahnung kam, habe sie mit den Versandhäusern Kontakt aufgenommen und festgestellt, dass die dort angegeben persönlichen Daten nicht stimmten. Es folgte eine Strafanzeige gegen die 39-Jährige und im Februar 2014 wurde die zahlreich vorbestrafte Verdenerin zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Im Zuge des Ermittlungsverfahrens war sogar die Wohnung der Frau nach der Beate Uhse-Bettwäsche und dem Schmuck durchsucht worden. Mit Erfolg, aber dennoch behauptete die Angeklagte in der Berufungsverhandlung unschuldig zu sein. „Ich weiß von den Bestellungen überhaupt nichts. Das hat meine Tochter gemacht“, so die dreifache Mutter.

Das Mädchen sei vom Jugendamt in Obhut genommen und in einer Einrichtung in Walsrode untergebracht worden. Als die Tochter dort abgehauen sei, habe man ihr die zurückgelassenen Sachen, darunter die Bettwäsche, zugeschickt, behauptete die Angeklagte. Nur deshalb habe sich diese in ihrer Wohnung befunden. Ihre Bekannte aus Thedinghausen bezichtigte sie der Falschaussage. Die Tochter bestätigte jedoch die Bestellungen an die Zeugin. Es seien Geburtstagsgeschenke gewesen. „Sie hat mir die Bettwäsche vorher im Internet sogar gezeigt“, so die 17-Jährige. Zu ihrer Mutter habe sie keinen Kontakt mehr. Die Schülerin bat sogar darum, in Anwesenheit ihrer Mutter nicht ihre Wohnanschrift nennen zu müssen.

Schließlich konnten die Vorsitzende Richterin Andrea Ramsauer und Oberstaatsanwalt Lüder Müller-Wolfsen, die 39-Jährige von einer Rücknahme der Berufung überzeugen.

Damit wurde die sechsmonatige Bewährungsstrafe rechtskräftig. 15 Eintragungen weist der Bundeszentralregisterauszug der Frau bereits auf.

wb

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