Politiker einstimmig für Zuschuss 

AWK: 3,73 Millionen fürs neue Bettenhaus

Verden - Die Fraktionen dankten dem großen Team der Aller-Weser-Klinik (AWK) für ihre Geduld und ihre Kooperationsbereitschaft und dem politischen Gegenüber für die gedeihliche Zusammenarbeit. AWK-Geschäftsführerin Marianne Baehr dankte dem Rat für die Unterstützung. Politik und Verwaltung wiederum dankten der AWK-Leiterin Baehr für ihr Engagement.

Kurzum: Die Stimmung war gut am Dienstagabend im Verdener Stadtrat. Und das, obwohl das Gremium gerade einer Ausgabe in Höhe von 3,65 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre, zugestimmt hatte. Das Geld, da waren sich die Damen und Herren jedoch einig, sei überaus gut angelegt, handelt es sich bei der Summe doch um den Zuschuss der Stadt Verden für den Ausbau des Krankenhauses. „Ein Stück Daseinsvorsorge“, nannte es Jens Richter (CDU). Michael Otten (SPD) befand, es sei „ein großer Fortschritt für die Lebensqualität“.

„Neubau Pflege und Modernisierung OP-Trakt“ heißt das Bettenhaus-Projekt offiziell. Was man für die Gesamtsumme von 37,3 Millionen Euro zu bauen gedenkt, skizzierte Marianne Baehr dem Rat in einem kurzen Vortrag. Dabei verdeutlichte die Geschäftsführerin noch einmal die Notwendigkeit der Maßnahme.

Platz für Patientenbetten „an allen Ecken und Kanten“ gesucht

„Die Mitarbeiter stapeln sich“, sagte sie. Und Platz für Patientenbetten würden „an allen Ecken und Kanten“ gesucht. Die Klinik sei derzeit zu 90 Prozent ausgelastet. Und das liege sicher nicht an den Räumlichkeiten, sondern an der guten medizinischen Versorgung. Sei die Erweiterung erst einmal fertig, erwartet man einen noch größeren Zulauf, bekräftigte die Klinik-Leiterin.

Geplant ist ein Neubau an der Sedanstraße, wo sich der erste Stock aufgrund des Höhenunterschiedes im Gelände auf dem gleichen Niveau befindet wie das Erdgeschoss des Altbaus. Der Zugang zur Klinik erfolgt von der Parkplatzseite aus. Statt des jetzigen Entrées mit „Kriechkellercharakter“ (Zitat Baehr) erwartet Patienten und Besucher dann ein Lichthof über zwei Geschosse.

Information, Cafeteria, Raum der Stille und vor allem die Technik für den OP-Bereich werden im Erdgeschoss des Neubaus ihren Platz finden. Darüber entsteht eine Station mit 60 Betten und dem zentralen Schwesterndienst. Dieses Stockwerk erhält eine direkte Verbindung mit der Notaufnahme, dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst und dem neuen Herzkatheter-Messplatz.

Operationssäle werden im zweiten Stock

Die vier neuen Operationssäle werden im zweiten Stock untergebracht. Hier sind außerdem ein großer Aufwachraum, der im Bedarfsfall intensiv genutzt werden kann, Arztdienstplätze und Funktionsräume vorgesehen. Die vorhandene Intensivstation erhält zudem vier zusätzliche Betten. Eine weitere 60-Betten-Station kommt in den dritten Stock des Neubaus, der hier an die Gynäkologie und Geburtshilfe angrenzt.

Das alte Bettenhaus bietet dann Platz für (Chef-)Arztzimmer. Das alte Dachgeschoss mit seinem „Jugendherbergscharme“ bleibe als Ausbaureserve.

Mitte des kommenden Jahres, so Marianne Baehr, möchte man mit dem Bau beginnen. Noch für dieses Jahr sei der Abriss des Hauses Oehmichen und das Fällen einiger Bäume geplant. Baehr: „Das wird das Zeichen sein, dass dort etwas passiert.“ 

 kp

Rubriklistenbild: © dpa

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