Städtepartnerschaft mit Anpflanzungen

30 Bäume für 30 Jahre Freundschaft zwischen Warwick und Verden

Fünf Menschen stehen an einem Schild, im Hintergrund junge Bäume.
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Zusammen mit den Bäumen erhielt auch eine Info-Tafel zur Städtepartnerschaft ihren Platz auf dem Grundstück. Darauf zu sehen sind die Altstadt Warwicks und Warwick Castle, ein bekanntes Touristenziel. Bürgermeister Lutz Brockmann weihte sie gemeinsam mit Katharina Kuß, Florian Panning, Jan-Dirk Vöge und Ilaria Massari (v.l.) ein.

30 Bäume für 30 Jahre Freundschaft: Anlässlich des dreißigjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Warwick und Verden haben beide Städte beschlossen, sich gegenseitig 30 Bäume zu schenken, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Verden – Als ein „wachsendes Geschenk“ bezeichnet Bürgermeister Lutz Brockmann die Bäume, die nun im Wohngebiet an der Ecke Mainstraße/Neißestraße ihren Platz gefunden haben. Die Fläche grenzt an einen Spielplatz und soll gegebenenfalls durch das Aufstellen von Bänken noch weitere Aufwertung erfahren.

Von einer großen Vielfalt an Bäumen berichten Jan-Dirk Vöge und Florian Panning vom städtischen Betriebshof. Sie haben bislang 25 davon gepflanzt, fünf weitere werden noch folgen. „Säulen-Ulme, Roter Ahorn, Ginkgo und noch andere Baumarten haben wir gepflanzt. Wichtig war es, hitzeverträgliche Sorten zu nehmen, die gut mit den aktuellen klimatischen Bedingungen auskommen“, erklärt Panning.

Idee kam bei einem Treffen in Italien auf

Umweltschutz spielt bei dieser Aktion eine große Rolle, wie Bürgermeister Lutz Brockmann versichert. „Bäume sind durch den Klimawandel sehr wichtig geworden und es ist im Sommer angenehmer, wenn sie für Abkühlung sorgen können“, sagt Brockmann.

Bei einem Treffen in Italien vor wenigen Jahren kam die Idee auf, dass in beiden Partnerstädten 30 Jubiläumsbäume gepflanzt werden könnten, schließlich engagieren sich beide Städte in Sachen Klimaschutz. In Warwick, das 2019 gar den Klimanotfall ausrief, ist der St. Nicolas Park der Standort für die 30 Bäume, weiße und rosa Kirschblütenbäume.

Aufgrund der anhaltend schwierigen Corona-Lage ist es nicht zu einem geplanten Treffen mit einer Delegation aus Warwick gekommen. „Im Frühjahr, wenn die neuen Bäume blühen, soll es zu dem Besuch kommen“, hofft Brockmann.

Die Beziehungen beider Städte seien eng, erklärt der Verwaltungschef. „Seit dem EU-Austritt von Großbritannien haben wir uns verstärkt um den Kontakterhalt bemüht, weswegen man sagen kann, dass der Austritt mobilisierend auf die Partnerschaft gewirkt hat“, freut sich Brockmann.

Das nächste Eurocamp soll, falls möglich, 2022 in Warwick stattfinden

Zusammen mit den weiteren Partnerstädten Saumur in Frankreich und Havelberg in Sachsen-Anhalt bilden Warwick und Verden ein Viererbündnis, jedes Jahr findet an einem der vier Standorte ein Treffen von Delegierten der Städte statt, an denen auch Formigine teilnimmt. Die Kommune in der italienischen Region Emilia-Romagna ist Partnerstadt von Saumur. Auch die Verdener wollen eine Partnerschaft mit den Italienern. Pandemiebedingt konnte dies aber noch nicht besiegelt werden, so Ilaria Massari vom städtischen Fachbereich Bildung und Kultur.

Ein zentrales Projekt ist das Eurocamp, ein Austauschprogramm für Jugendliche im Alter zwischen 16 und 21 Jahren aus den vier Städten. Die achte Auflage des Camps soll, so Corona es denn erlaubt, im kommenden Jahr in Warwick stattfinden. Geplant ist, dass die Teilnehmer am Warwick Folk Festival auf dem Gelände des Castles of Warwick teilnehmen. Sie sollen „eine einzigartige Kunstwerkinstallation erstellen, in der Guy of Warwick, die Robin Hood-Figur aus dem frühen Mittelalter, dargestellt und gefeiert wird“, heißt es in der Ausschreibung.

„Das ist aber nicht die einzige Partnerschaft. Insgesamt hat Verden sieben Partnerstädte“, berichtet Katharina Kuß, bei der Stadt für diesen Bereich zuständig. So gibt es auch Verbindungen nach Zielona Gora, Bartoszyce und Górowo Ilaweckie in Polen sowie nach Bagrationowsk in Russland.

Ihre Kollegin Ilaria Massari beschreibt das Verhältnis zwischen Warwick und Verden folgendermaßen: „Es bestehen Unterschiede zwischen beiden Städten, doch diese Vielfalt ist doch auch das Salz in der Suppe. Es gibt vieles, was wir voneinander lernen können.“  dab

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