Ein zentrales Problem

2019 wird Verden den Klärschlamm los

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Die Klärschlammverwertung ist ein zentrales Problem auf der Kläranlage. Eine Lösung kündigt sich jedoch an.

Es bleibt dabei: Die Klärschlammverwertung ist ein zentrales Problem auf der Verdener Kläranlage. Werkleiter Uwe Gerdes zeigte sich im städtischen Betriebsausschuss zuversichtlich, das Zeug in diesem Jahr noch loszuwerden. Dann aber könnte es schwierig werden.

Verden – Die Verwertung ist und bleibt eine Schwierigkeit, dennoch sollte das in diesem Jahr kein Problem sein, sagte Betriebsleiter Uwe Gerdes den Mitgliedern des Ausschusses. Es gebe die Zusage eines Unternehmens, den Klärschlamm abzunehmen. Das gehe aber nicht allen Entsorger so. Auch in Verden dürfte das im Jahr 2020 schon anders aussehen, so Gerdes. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss bestätigte der Werkleiter, dass die geplante Verwertungsanlage in Hildesheim erst in den Jahren 2024/25 zur Verfügung stehe.

Steuerberater Meinolf Mertens unterrichtete die Kommunalpolitiker ferner über den Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2018. Nicht vorhersehbare Ereignisse seien die Havarie auf der Kläranlage und die neue Düngeverordnung gewesen. Dennoch habe der Abschluss keine Einwände ergeben. Mertens ließ nicht unerwähnt, dass der Schmutzwasseranteil im Vergleich zum Jahr 2017 um rund 60.000 Kubikmeter gestiegen sei.

Aus dem Jahresüberschuss von 852.424 Euro werden 368.735 Euro in die zweckgebundene Rücklage eingestellt. In die Ergebnisrücklage kommen 525.000 Euro, die an den städtischen Haushalt abgeführt werden. Der Ausschuss stimmte diesem Beschlussentwurf einstimmig zu. Folglich wurde der Betriebsleitung auch Entlastung erteilt.

Mit der Sanierung der Abwasserdruckrohrleitung vom Pumpwerk an der Eitzer Straße bis zur Siemensstraße war ein größeres Projekt in Angriff genommen worden, das im Mai abgeschlossen wurde. Die Leitung auf dem rund 500 Meter langen Abschnitt war 39 Jahre alt, hatte schon mehrere Schäden aufzuweisen. Die Kosten waren mit rund 370.000 Euro beziffert worden. In einem neuen Verfahren war die neue Leitung in die alte asbesthaltige eingeführt worden. Der Weg von der Siemensstraße bis zur Kläranlage war bereits mit haltbaren PVC-Rohren saniert worden. Es fehlte jetzt nur noch die Strecke vom Pumpwerk Eitze, um dann für die nächsten Jahrzehnte das Leitungssystem in Schuss zu bekommen.

Ein Film über die Abwasserbeseitigung auf der Verdener Kläranlage soll gewissermaßen als Anschauungsmaterial auch für Schulen erstellt werden. Während Dietmar Teubert (SPD) ein völlig neues Werk drehen lassen wollte, schlug Jens Richter (CDU) vor, andere bereits existierende Filme mit einem Verdener Vor- und Abspann zu versehen. Das fand schließlich die ungeteilte Zustimmung des Gremiums. Heinz Möller (SPD): „Ein sehr konstruktiver Vorschlag von Herrn Richter.“ Betriebsleiter Uwe Gerdes dazu: „Wir werden das mit einem vertretbaren Aufwand in absehbarer Zeit realisieren.“

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