Verdener Feuerwehrmänner erklimmen Thyssenkrupp-Turm in Rottweil

1 390 Stufen mit 40 Kilo Last

Das Team aus Verden und Bremen nahm in Rottweil im Schwarzwald an einem der höchsten Treppenläufe teil, die in Europa ausgetragen werden. Foto: Feuerwehr Verden/Voigt

Verden – Am Rande des Schwarzwaldes, in Rottweil, steht der Thyssenkrupp-Testturm. Mit rund 232 Metern Höhe hat er nicht nur Deutschlands höchste Aussichtsplattform, er beherbergt auch zahlreiche Aufzüge, denn um diese testen zu können, wurde er gebaut. Die Aufzüge spielten nur eine untergeordnete Rolle, als sich drei Feuerwehrmänner der Ortsfeuerwehr Verden zusammen mit einem Kameraden der Feuerwehr Bremen nach Rottweil aufmachten. Der Turm stand im Mittelpunkt einer der höchsten Treppenläufe in ganz Europa, dem Thyssenkrupp-Towerrun.

1 390 Treppenstufen mussten die Wettkämpfer bewältigen, bevor sie die Aussicht über den Schwarzwald genießen konnten. „Das war definitiv kein Spaziergang, hier kommt man an seine körperlichen Leistungsgrenzen“, waren sich Christian Stein, Mirko Bremer, Henrik Schröder (Feuerwehr Bremen) und Torben Voigt einig. „Wir sind zwar alle oben angekommen, aber teilweise nicht mit den gewünschten Leistungen. Da ist noch Potenzial“, heißt es in der Pressemitteilung der Verdener Feuerwehr.

Angetreten sind die vier Feuerwehrmänner nicht in kurzer Hose und mit Turnschuhen, sondern in der Kategorie „Feuerwehr – mit angeschlossenem Atemschutzgerät“. Das heißt, neben der kompletten Einsatzbekleidung aus Helm, einer dicken Jacke mit Hose, Stiefeln und Handschuhen mussten sie auch ein Atemschutzgerät mit Maske tragen.

Um genug Luft für den Aufstieg zu haben, nutzten die Kameraden nicht die üblichen Atemschutzgeräte, sondern sogenannte Langzeit-Atemschutzgeräte zum Einsatz. Die sind statt mit einer, mit zwei Atemluftflaschen bestückt. Insgesamt hatten die Brandschützer so mit der Schutzkleidung 30 bis 40 Kilogramm an zusätzlichem Gepäck zu tragen. Gestartet wurde truppweise, also in Zweierteams.

1 000 Läufer waren in Rottweil am Start. Darunter nicht nur die 100 Feuerwehrteams. Auch Freizeitläufer, Profitreppenläufer und Teams der Polizei in ihren schweren Schutzausrüstungen nahmen teil.

Was die Verdener und Bremer Feuerwehrleute angeht, waren sie sich in einer Sache nach der Veranstaltung nicht einig. Während einige sich entschieden hatten: „Einmal und nicht wieder“, wollen die anderen im nächsten Jahr ihre Leistungen verbessern.

Für die Brandschützer aus Verden und Bremen war der Towerrun nicht die erste Aktion dieser Art in diesem Jahr. Bereits im August starteten zwei Teams beim „KölnTurm-Treppenlauf“, der mit 714 Stufen und 132 Höhenmetern aber nur knapp halb so hoch ist.

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