125. Geburtstag des Verdener Rennvereins / Wechselvolle Geschichte

Baum und viele Gäste zum Jubiläum

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Prägen die Arbeit des Rennvereins: Schatzmeister Heinz Kohlstädt und Vorsitzender Kurt-Henning Meyer (v.l.).

Verden - Seinen 125. Geburtstag feiert der Verdener Rennverein. Aus diesem Anlass gibt es am Sonntag, 31. Mai, am Domweih-Renntag, im Festzelt auf der Galopprennbahn an der Lindhooper Straße einen Empfang für geladene Gäste. Außerdem wird auf dem Rennbahngelände in der Nähe des Totalisatorgebäudes ein Jubiläumsbaum gepflanzt.

Die Geburtsstunde des Rennvereins Verden schlug am 10. November 1890, als der „Verein zur Förderung der Landwirtschaft“ in der Mitgliederversammlung eine siebenköpfige Kommission einsetzte, die die Durchführung von Rennen überprüfen und einen geeigneten Austragungsort suchen sollte. Der wurde dann in der „Mauloher Marsch“ gefunden, die sich in etwa im heutigen Bereich zwischen Weser-, Allerstraße und Aller erstreckte.

Der erste Renntag unter der Regie des Rennvereins Verden fand dann 25. Juli 1891 statt. Galopprennen hat es allerdings in Verden schon viel früher gegeben. Die Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1867 zurück. Weitere markante Punkte in der 125-jährigen Geschichte waren die Einweihung der heutigen Rennbahn am 30. April 1933, der erste Renntag nach dem 2. Weltkrieg am 20. Juli 1947, die Fertigstellung des neuen Totalisatorgebäudes im Juni 1982 und der erste Doppelrenntag mit Galopp- und Trabrennen mit der Einweihung der Startmaschine am 28./29. April 1990.

Einen besonderen Hinweis verdient die Tatsache, dass der Verein außer Galopprennen seit den 20er- Jahren auch Reitturniere veranstaltet. Vor dem Krieg die großen Zehn-Tage-Turniere, danach bis heute als Mitveranstalter der Verdener Hallenturniere, jetzt Ver-Dinale genannt.

Bis zum heutigen Tag hat es meist ein- bis dreimal im Jahr Galopprennen auf der Bahn am Lüneburger Weg gegeben, ein Verdienst des jetzigen Vorsitzenden Kurt-Henning Meyer. Der Rechtsanwalt und Notar feiert in diesem Jahr ebenfalls ein besonderes Jubiläum, denn er steht seit 1985 und damit genau 30 Jahre an der Spitze des Rennvereins. Seine Vorgänger nach dem zweiten Weltkrieg waren Johann Thies (bis 1954), Ratje Niebuhr (1954 bis 1972) und Werner Blohme (1972 bis 1985). Noch länger als Kurt-Henning Meyer ist im heutigen Vorstand Schatzmeister Heinz Kohlstädt dabei. Kohlstädt ist seit über 40 Jahre im Amt und gerade wieder für drei Jahre bestätigt worden.

Rückblickend auf die vergangenen 30 Jahre, hat es im Rennverein Höhen und Tiefen gegeben. Doch die Höhepunkte überwogen bei weitem, sind sich die Verantwortlichen einig. Es ist heute eine Selbstverständlichkeit, dass oftmals, wenn es der prall gefüllte Rennkalender erlaubt, die besten deutschen Jockeys in Verden in den Sattel steigen und auch die besten Trainer ihre Voll- und Halbblüter in Verden an den Start schicken. Dennoch wird in der Reiterstadt nicht absoluter Spitzengalopprennsport, sondern hauptsächlich Rennsport für die breite Basis geboten. „Der Galopprennsport lebt von den vielen kleinen Besitzern. Denen gilt immer unser Hauptaugenmerk“, versichert Kurt-Henning Meyer. Und so ist es auch in diesem Jahr am Jubiläumsrenntag am Domweihsonntag, 31. Mai.

Neben sieben Flachrennen stehen unter anderem zwei Ponyrennen, eine Demonstrationsjagd hinter der Niedersachsenmeute, eine Wettnietenverlosung und Ponyreiten für die jüngsten Besucher auf dem Programm.

Wer also am 31. Mai einen spannenden Nachmittag an der frischen Luft verbringen und vielleicht mit etwas Glück beim Wetten mit einem dicken Portemonnaie nach Hause gehen will, ist auf der Rennbahn am Lüneburger Weg genau richtig aufgehoben. Der Renntag beginnt zirka um 13.30 Uhr.

jho

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