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Am meisten Unfälle in Verden

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Von: Heinrich Kracke

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Rettungskräfte an Unfallstelle.
Die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr, hier in der Nähe Thedinghausens, ist wieder angestiegen. © Butt

Die Polizei veröffentlicht die Verkehrsstatistik für den Landkreis Verden. Die Zahl der tödlichen Unfälle stieg deutlich.

Verden/Achim – Die Unfallzahlen waren rückläufig, die Opferzahlen ebenfalls. Aber eine der wenigen positiven Begleiterscheinungen der Pandemie, ein geringeres Verkehrsaufkommen nämlich, das gehört der Vergangenheit an. Im zurückliegenden Jahr dagegen nahmen die Unfälle auf den Straßen im Landkreis Verden wieder zu, vor allem die schweren. Insgesamt sieben getötete Menschen waren vergangenes Jahr laut Verkehrslagebericht der Polizei Verden zu beklagen. Im ersten Corona-Jahr mussten den Angehörigen noch vier tragische Nachrichten überbracht werden.

Die Gesamtunfallzahl im Landkreis Verden ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 6,5 Prozent auf 3 975 gestiegen (2020: 3 730) und liegt damit leicht über dem Trend des Landes Niedersachsen. In ganz Niedersachsen stiegen die Unfälle um 3,9 Prozent.

Die meisten Unfälle wurden in den Städten Verden (1067) und Achim (940) verzeichnet, am wenigsten in der Gemeinde Dörverden mit 183. Eine moderate Steigerung der Unfallzahlen von rund 4,5 Prozent wurde für die Autobahnen ermittelt. Insgesamt liegen diese Unfälle jedoch deutlich unter dem Höchstwert der vergangenen zehn Jahre.

„Die Verkehrssicherheitsarbeit im Landkreis Verden nehmen Polizei, Landkreis und weitere Netzwerkpartner seit langem als gemeinsame Aufgabe an. Die Polizei legt in diesem Jahr den Fokus auf einzelne Risikogruppen sowie die Unfallursachen der Fahrtüchtigkeit und Geschwindigkeit,“ so Antje Schlichtmann, Leiterin der Polizeiinspektion Verden. Und weiter: „Wir wollen die Unfallzahlen und insbesondere die Zahl der Schwerstverletzten spürbar senken.“

Von den insgesamt sieben Opfern, die auf den Straßen der Region ihren Verletzungen erlagen, wurde eine Person auf der Autobahn getötet, jeweils drei Personen kamen außerorts und innerhalb geschlossener Ortschaften unfallbedingt ums Leben. In der Gemeinde Dörverden kam es tragischerweise zu zwei tödlichen Verkehrsunfällen in einer Kurve auf der Kreisstraße 15. Wie bei den anderen tödlich verlaufenden Verkehrsunfällen waren auch hier individuelle Fahrfehler ursächlich. Kein tödlich verlaufender Verkehrsunfall fand an einer sogenannten Unfallhäufungsstelle statt. Mit 97 Personen wurden im Jahr 2021 im Landkreis Verdenzehn Personen mehr schwer verletzt als im Vorjahr.

Die Analyse dieser Unfälle bestärkt den Landkreis und die Polizei weiterhin, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durchzuführen sowie ein breitgefächertes Präventionsprogramm anzubieten. In der Risikogruppe der „Jungen Fahranfänger und -anfängerinnen“ (18-24 Jahre) registrierte die Polizei im Jahr 2019 noch 22 Schwerstverletzte (schwer verletzt und getötet). In 2020 sank die Zahl auf 16 Schwerstverletzte. Ein weiteres Absinken auf 12 Schwerstverletzte in dieser Risikogruppe konnte 2021 verzeichnet werden.

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