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1035. Domweih in Verden: Alles wie gehabt

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Von: Erika Wennhold

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Eine lebensgroße Puppe mit Hut und einem Lebkuchenherz um den Hals mit der Aufschrift „Prost Domweih“ marschiert neben einem Wagen.  Dahinter marschiert die Gefolgschaft in rotblauen Kostümen.
Umjubelter Auftakt: Der Domweihumzug am Sonnabend ab 13.30 Uhr. © Preuss/Archiv

Nach der Zwangspause soll es wieder rundgehen auf der 1035. Domweih. Zwei Jahre mussten die Domweihfans warten, jetzt steht sie kurz bevor. Am Sonnabend nach Pfingsten läutet der bunte Umzug das Verdener Volksfest ein.

Verden – Diesmal klappt es: Die 1035. Domweih findet statt. Zweimal musste sie ausfallen, die Pandemie mit immer mehr Infizierten ließ ein Aufeinandertreffen so vieler Menschen auf engem Raum nicht zu. Dabei ist die Enge mitten in der Innenstadt das Besondere an diesem Rummelplatz, der sich über den Wall bis in die Fußgängerzone und über die Herrlichkeit zurück an das Eingangstor schlängelt. Da gibt es Engpässe schon am Treffpunkt, der jahrelang Verkehrsamt hieß. Das gibt es nicht mehr und auch das Eingangstor fehlt seit Jahren, es ist irgendwann mal kaputtgegangen und offensichtlich kein Thema mehr. Marktmeister, Patrick Düsselbach, der zum ersten Mal alleinverantwortlich für so ziemlich alles ist, was mit Fahrgeschäft, Fressbude oder Pöttjermarkt zu tun hat, wusste nicht einmal, dass es so etwas schon mal gegeben hat.

Manche Domweih-Ecke soll attraktiver werden

Unterstützung bekommt Düsselbach aber auch. Der städtische Marktausschuss hat bei der Auswahl der Beschicker ein Wort mitzureden und auch in die Gestaltung mischt sich der Ausschuss hin und wieder ein. Hat zur Folge, dass eine Bratwurstbude, die gefühlt schon immer an der Ecke Wall/Große Straße stand, weichen muss. Düsselbach: „Die Ausschussmitglieder wollten damit erreichen, dass diese Ecke aufgewertet wird und mehr Platzcharakter bekommt.“

An einem bunten Karussell mit einzelnen Wagen schauen Domweihbesucher den Mitfahrenden zu.
Stark frequentierte Anlaufstelle: Der Break Dancer am Norderstädtischen Markt. © Preuss/Archiv

Vieles bleibt aber an gewohnter Stelle. Das große Musikzelt steht wieder am Anfang der Festmeile auf beiden Seiten folgen Bierzelte, auf dem Parkplatz der Verdener Aller-Zeitung baut sich die Almhütte auf, gleich um die Ecke, bevor der Rummelplatz zum Pöttjermarkt wird, hat die Schwarzwaldmühle seit Jahren ihr Domizil.

Lücken wird es nicht geben, obwohl die Bewerbungen für einen Schaustellerplatz auf der Domweih spürbar zurückgegangen sind. Für das Jahr 2019 waren es noch 850, für dieses Jahr nur noch 670. Düsselbach erklärt sich diesen Umstand damit, dass durch die ausgefallenen Volksfeste in den vergangenen zwei Jahren einige Schausteller aufgegeben hätten. Immer noch dabei sind der Break Dancer, der Musikexpress oder das Riesenrad, altbekannte Bratwurststände wie der von der Fleischerei Gerwinat sind diesmal nicht da oder an anderer Stelle zu finden. Neu ist ein Stand mit dem Namen Corndox oder einer mit dem Namen Rahmflecken. Wie gewohnt werden Pizza, Eis oder Bremer Kluten angeboten. Wer einen neuen Kick beim Karussellfahren sucht, wird im „The Beast“ oder im „Commander“ auf seine Kosten kommen. Wieder einmal dabei ist eine Geisterbahn, diesmal mit dem gruseligen Namen „Scary House“.

Mehr Hygiene in den Bierzelten ist der Corona-Pandemie geschuldet

Dass Besucher wegbleiben könnten, weil sie sich vor einer Infektion mit Covid-19 fürchten, glaubt der Marktmeister nicht. „Bei ähnlichen Veranstaltungen hat sich das gezeigt.“ Dennoch könnte die Pandemie Auswirkungen zeigen. „Ich weiß von einigen Bierzelt- oder Getränkestandbetreibern, dass sie sich eine Spülmaschine für Gläser angeschafft haben. Das wird auch empfohlen.“ Mehr Hygienemaßnahmen seien selbstverständlicher geworden. Die Anschlüsse dafür seien ja auch vorhanden, mancher Getränkestandbetreiber könne allerdings ein Platzproblem haben.

Autofahrer sollten Verdener Innenstadt meiden

Um Platz geht es auch bei den Verkehrswegen durch die Innenstadt. Der ist durch die Domweih enorm eingeschränkt und in diesem Jahr vor allem durch die Baustelle für die neue Nordertorbrücke weiter geschrumpft. Wer nicht in die Stadt muss, sollte sie umfahren, rät Düsselbach. Und das bereits ab Wochenbeginn, wenn die großen Fahrgeschäfte aufgebaut werden müssen.

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