Stadtrat beschließt Rahmenplan

Verden und Aller rücken zusammen

Verden - (kp) · Eitel Sonnenschein im Verdener Stadtrat. Nach dem Ringen um den Haushalt in der Dezember-Sitzung herrschte am Dienstag Harmonie pur. Anlass war der einstimmig gefasste Beschluss des städtebaulichen Rahmenplanes Allerufer als Bestandteil des Verdener Wachstumskonzeptes.

Einen „wichtigen Schritt in die Zukunft unserer Stadt Verden“ nannte Jutta Sodys (SPD) das Vorhaben. Gebhard Rosenthal (CDU) sprach von einer Zäsur, Henning Wittboldt-Müller bezeichnete das Vorhaben als „Meilenstein“. Und alle lobten sowohl die Flexibilität des Planes, der sich stufenweise umsetzen lasse, als auch die Stadtverwaltung für ihre schnelle und gute Arbeit.

„Das kostbare Antlitz der Stadt Verden an der Aller wird im Bereich der Norderstadt neu gefasst.“ Geradezu poetisch formulierten die Planer Karin Kellner, Lutz Schleich und Irene Lohaus das Ziel der Umgestaltung und der neuen Erschließung der Uferflächen. Der Zeitrahmen ist eng gesteckt. Denn Ende 2013 läuft die EU-Förderung aus.

Wesentlicher Bestandteil des Plans ist eine neue Verkehrsführung Richtung Fluss mit dem Bau des Nordertorkreisels als Dreh- und Angelpunkt. Am Allerufer soll ein Areal mit hohem Freizeitwert entstehen. Eine Uferpromenade mit Sportgelegenheiten, Festplatz, Biergärten und anderen gastronomischen Angeboten sowie diverse Anlegeplätze sind vorgesehen.

Über den Kreisverkehr und die von dort durchgehende Straße bis zur Reeperbahn werde „eine neue Stadtkante definiert", sagte Fachbereichsleiterin Ulrike Zeidler. Die Zustimmung der Gremien vorausgesetzt, soll der Kreiselbau direkt im Anschluss an die Domweih beginnen. Mit dem Ziel, das Eine-Million-Euro-Projekt bis zum Jahresende fertigzustellen. Der Verkehr werde in dieser Zeit vermutlich über eine Ampelschaltung und auch schon mal einspurig an der Baustelle vorbeigeführt, gab Rainer Kamermann auf Nachfrage Auskunft. Eine komplette Sperrung schloss er aber aus.

Auch der Startschuss zum Bau des Carl-Hatzky-Weges als Verbindung zwischen Rathausvorplatz und Allerufer soll noch in diesem Jahr fallen. Und, das war allen Beteiligten am Dienstag besonders wichtig, es sollen neue Parkplätze unterhalb der Nordbrücke entstehen. Als Ersatz für die Stellplätze, die an der Reeperbahn wegfallen.

Schließlich, das hatte auch Bürgermeister Lutz Brockmann betont, gehe es bei dem Rahmenplan darum, die Wirtschaft zu fördern und Handel und Dienstleistungen in Verden zu halten und anzusiedeln, um konkurrenzfähig gegenüber anderen Städten zu bleiben.

Dass ausreichend Parkplätze eine wesentliche Rolle spielten und Voraussetzung für die Zustimmung seiner Fraktion seien, machte Henning Wittboldt-Müller unmissverständlich deutlich. Und, bei aller Vorfreude, auch Gebhard Rosenthal fand warnende Worte. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir mit der Kaufhalle vorankommen. Da ist ein großer Brocken zu bewegen“, wappnete er sich für schwierige Verhandlungen.

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