Gut besuchte Einwohnerversammlung in Barme / Liste soll am Mittwoch dem Vorstand übergeben werden

Unterschriften gegen KSK-Schließung

Über 100 Einwohner machten bei der Versammlung im alten Rathaus ihrem Unmut über die geplante Schließung der Filiale in Barme Luft.

Barme - Die Kreissparkasse Verden hat beschlossen , ihre Geschäftsstelle in Barme nach über 50 Jahren zum 31. März 2010 zu schließen. Zur Zeit läuft schon eine Unterschriften-Aktion. Sie soll dem Vorstand der KSK am Mittwoch, 3. März, von einer Barmer Delegation übergeben werden, mit der Aufforderung dazu offiziell Stellung zu nehmen, um Klarheit in der Bevölkerung zu schaffen.

Begonnen hatte der Geschäftsbetrieb 1960 mit dem Aufbau der „Niedersachsen Kaserne“ in der Ortschaft. Barme entwickelte sich seitdem mit großen Zuwachsraten in allen Bereichen. Daran wollte die Sparkasse teilhaben.

Negative Einflüsse

Heute hat die Ortschaft nach Schließung der Kaserne im Jahre 2002 943 Einwohner. Davon sind rund 200 über 60 Jahre alt. Nach der Kasernenschließung haben sich die Gewerbebetriebe aus dem Ortsteil Barme immer weiter zurückgezogen. Der Lebensmittelmarkt, die Bäckerei-Filiale, die Post-Filiale und der Getränke-Shop mit Lotto-Annahmestelle haben geschlossen.

Der Rechtsextremist Rieger erwarb den Heisenhof, und die evangelische St.-Georg-Kirche wurde abgegeben. Dies alles hat einen erheblichen negativen Einfluss auf die Lebensqualität der Einwohner und einen Wertverlust am Immobilienmarkt zur Folge.

Nun zieht auch noch die Kreissparkasse Verden sich aus der Verantwortung und will die Geschäftsstelle schließen. Sie versucht das alibimäßig abzusichern durch die Ankündigung, eine Bargeldversorgung für nicht mobile Einwohner anzubieten, ohne dass sie vier Wochen vor dem Schließungstermin konkrete Aussagen darüber machen kann.

Daher wurde in der gutbesuchten Bürgerversammlung am Donnerstag die Forderung gestellt, den Schließungstermin 31. März zunächst auszusetzen. Die Kreisparkasse ist Eigentümerin des Geschäftsstellengebäudes am Ort mit zwei nachhaltig vermieteten Wohneinheiten und könnte daher ohne große finanzielle Einbußen ihren öffentlichen Auftrag von dort weiter erfüllen.

Alle diese Umstände haben bei den Barmer Einwohnern großen Unmut ausgelöst, den sie den anwesenden Vertretern der Sparkasse, Dr. Beate Patolla (Presse-Sprecherin der KSK) und dem Leiter der Dörverdener KSK-Filiale, Robert Buschmann bei der mit über 100 Einwohnern sehr gut besuchten Bürgerversammlung im ehemaligen Rathaus in Barme in Beisein der Bürgermeisterin Karin Meyer mit teilweise viel Emotion zeigten.

Auch wurden Forderungen wie Boykottierung der Kreissparkasse bis hin zum Aufruf zur Demonstration vor der Kreissparkasse in Verden geäußert. Spontan trugen sich alle Anwesenden in die ausliegenden Unterschriftenlisten ein.

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