Cluvenhagener Förderschule für eine Projektwoche lang „Schule im Wald“ / „Heute müssen wir mal nicht rechnen“

In, unter und zwischen den Bäumen

Alle machen mit: Per Rolli und Bollerwagen wurden Fundstücke für die Waldausstellung auf das Schulgelände gebracht.

Cluvenhagen - · Das Votum der Schülerinnen und Schüler der Helene-Grulke-Schule in Cluvenhagen war eindeutig: „Schule im Wald“ sollte das Thema der diesjährigen Projektwoche lauten. Ein Thema, das sich angesichts der idyllischen Lage der Förderschule im bewaldeten Cluvenhagen fast aufdrängt.

Mal mit Walking-Sticks mal ohne, mal purzelnd mal laufend bewegte sich die Arbeitsgruppe „Klettern und Bewegung“ durch die Dünenlandschaft. Eine erstaunliche Vielfalt an Klängen produzierte ein Stückchen weiter die Musikgruppe mit Naturmaterialien, während es vom anderen Ufer des Sees her nach Indianerstockbrot duftete.

Mit großer Begeisterung hatten die Schülerinnen und Schüler zuvor ihre Arbeitsgruppen gewählt: Waldindianer, Weben und Flechten mit Waldmaterialien, Musik im Wald, Waldforscher, Hüttenbauen und eben Klettern und Bewegung standen zur Auswahl.

Yvonne und Pia hatten die Gruppe „Waldhütten bauen“ gewählt und sammelten mit den anderen große Mengen an Totholz. „Das macht Spaß hier draußen an der frischen Luft“, freuten sich die beiden Förderschülerinnen über die Abwechslung im Schulalltag. „Heute müssen wir mal nicht rechnen.“

Aus abgestorbenen Stämmen und Ästen entstand in mehrtägiger Arbeit eine geräumige Schutzhütte. Mit viel Fleiß flochten die Hüttenbauer Zweige ins Grundgerüst, bis Wände und Decke sichtbar wurden.

„Es ist erstaunlich, wie viel neue Motivation so eine Projektwoche mit sich bringt. Die Kinder arbeiten willig, auch die, die sonst eher mal einen Anschub brauchen, sind ganz aktiv“, sagte Pädagoge Sören Blumenthal.

Am letzten Tag wurde die Hütte mit einer kleinen Feier eingeweiht. Außerdem trafen sich an diesem Tag alle Gruppen in der Schule, um in Fotos, Präsentationen und anhand von Anschauungsmaterial ihre Arbeitsergebnisse vorzustellen. Sichtlich stolz, und das mit Recht, waren die Gruppen auf ihre Leistungen.

„Die gruppenübergreifende Arbeit ist für alle immer wieder eine Herausforderung und ein Ansporn. Sie fördert Flexibilität, erfordert aber auch viel Einsatz von allen Seiten. Am Ende profitieren Lehrkräfte und Schüler von dieser Woche, auch wenn es manchmal anstrengend ist“, freute sich Schulleiterin Meike Holsten über die gelungene Projektwoche, in der der Wettergott zum Glück ein Einsehen hatte, und keinen Regen sondern nur kühle Witterung bescherte.

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