Menschen in der Region Achim spendeten für Operation des kleinen Andres aus Ecuador 7100 Euro

Überwältigende Hilfsbereitschaft

Chirurg Ludwig Holstiege (rechts) und Ehrenbürgermeister Christoph Rippich freuen sich über das großartige Spendenergebnis.

Achim - (kp) · Ludwig Holstiege und Christoph Rippich sind sich einig: Die Hilfsbereitschaft der Achimer ist überwältigend und hat die Erwartungen der beiden Männer weit übertroffen.

Vor gut einem Monat riefen der Chirurg und der Achimer Ehrenbürgermeister zum Spenden für den kleinen Andres aus Ecuador auf. Und die Achimer kamen der Bitte gerne nach. Binnen vier Wochen wurden 7100 Euro unter dem Stichwort „Hilfe für Andres“ auf das Konto 12508156 bei der Kreissparkasse Verden eingezahlt. Und häufig waren die Überweisungen noch mit Kommentaren wie „Viel Erfolg“ versehen.

„Das Geld reicht für eine große plastisch-rekonstruktive Operation plus stationärem Aufenthalt“, freut sich Ludwig Holstiege. Und Christoph Rippich fügt hinzu: „Ich war etwas skeptisch und bin nun ganz begeistert, dass in so kurzer Zeit so viel Geld zusammen kam. Allen Spendern herzlichen Dank.“

Ein kleines Problem gibt es aber noch. Zahlreiche Überweisungen erfolgten ohne Absender und Adresse. Das macht die Zusendung von Spendenquittungen unmöglich. Wer eine solche Bescheinigung benötigt, wird daher gebeten, Ludwig Holstiege dies unter Angabe der Anschrift mitzuteilen, per E-Mail unter ludwig.holstiege@t-online.de oder per Postkarte an Ludwig Holstiege, Kastanienhof 13, 28832 Achim.

Der vierjährige Andres muss dringend operiert werden, damit er seine Arme benutzen kann. Deren Nervengeflecht war bei seiner Geburt dermaßen geschädigt worden, dass es nicht mehr dazu in der Lage war, sich zu regenerieren.

Nicht zuletzt dank der Hilfsbereitschaft hier können Andres und seine Mutter Paola nun nach Deutschland reisen. Am 7. Mai, morgens um 5 Uhr, wird Ludwig Holstiege die beiden am Amsterdamer Flughafen in Empfang nehmen und mit ihnen zunächst nach Achim fahren. Dort werden ein Neurologe und ein Orthopäde den Jungen untersuchen, denn Andres leidet überdies noch an Klumpfüßen.

Anschließend geht es nach Aachen ins Franziskushospital, wo der Fachmann für rekonstruktive Mikrochirurgie, Dr. Michael Becker, Andres am 18. Mai zum ersten Mal operieren wird.

„Eine halbes Jahr Behandlungsrunde liegt vor ihm, mit insgesamt drei Operationen, jeweils im Abstand von sechs Wochen“, sagt Ludwig Holstiege. Weil dies alles Geld kostet, wäre der Arzt glücklich über weitere finanzielle Unterstützung.

Alles in allem seien wohl zwei Jahre nötig, um die medizinische Hilfe für Andres abschließen zu können, schätzt der Chirurg. Der kleine Mann hat also einiges vor sich, und das weit weg von zu Hause, vom Papa und dem kleinen Bruder.

Auch Paolo Castro Gonzales sieht, bei aller Freude und Dankbarkeit, den nächsten Monaten mit gemischten Gefühlen entgegen. „Es wird hart werden für die Familie und besonders für meinen Sohn“, schreibt sie an Ludwig Holstiege. „Aber wir nehmen die Herausforderung an und stellen uns der Situation.“ Und ihr schriftlicher Appell an den Chirurgen klingt wie ein Mantra, mit dem sie sich selber die Angst nehmen möchte: „Arbeiten wir weiter an unserem Traum, die Gesundung von Andres zu sehen, wir werden alles dafür tun, was möglich ist. Los Ludwig, Mut, nicht aufgeben, niemals!“

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