Kita Mitte bekommt kein Essen mehr

„Trocken Brot wird es aber nicht geben“

Achim - Der Kindergarten Achim-Mitte muss ab kommenden Mittwoch, das ist der 1. Februar, ohne das gewohnte warme Mittagessen auskommen. „Mir reicht es jetzt, von uns gibt es nichts mehr“, zürnt Elisabeth Blohm, die in Horstedt im Kreis Rotenburg einen Party-Service betreibt und die zentrale städtische Kita nach der Kündigung des Kochs dort erst seit wenigen Wochen beliefert.

Die jüngste Kritik im Sozialausschuss des Achimer Stadtrates, in dem, wie berichtet, Eltern und auch Kommunalpolitiker die Qualität des Essens bemängelt hatten, hat die Unternehmerin verärgert. „Das muss ich mir nicht bieten lassen“, erklärt Blohm auf Nachfrage. Da sie den Vertrag mit der Stadt für die Verpflegung der Kita Mitte noch nicht unterschrieben habe, werde sie dorthin nur noch bis Ende Januar liefern.

Anders als von der Elterninitiative an der Kita um deren Sprecherin Wiebke Klettke dargestellt, würden die Kinder dort keineswegs ständig nur mit Pommes, Fleisch und Pudding abgespeist. Jede Woche gebe es eine Suppe oder einen Eintopf, Fisch, oft auch ein vegetarisches Gericht, Salat oder Gemüse „und dienstags und donnerstags immer Obst“.

Die Eltern in den übrigen Achimer Kindergärten, die weiterhin mit dieser Kost von Horstedt aus versorgt würden, seien damit „überwiegend zufrieden“, stellt Blohm weiter fest. Und auch aus den gleichfalls von ihrer Firma belieferten Horten in Bierden und am Paulsberg sowie aus der Astrid-Lindgren-Schule höre sie kaum Klagen.

Die Negativwerbung für ihren Party-Service will die Geschäftsfrau nicht länger dulden. „Das grenzt an Rufmord. Das lasse ich mir nicht gefallen“, sagte sie gestern im Gespräch mit dieser Zeitung und kündigte juristische Schritte gegen Sprecherin Klettke an. Sie werde ihren Anwalt eine Klage wegen Rufschädigung prüfen lassen, teilte Elisabeth Blohm mit.

Der Kindergarten Achim-Mitte sucht unterdessen zusammen mit dem zuständigen Fachbereich der Stadtverwaltung fieberhaft nach einer Lösung in der Verpflegungsfrage. „Ob wir auf die Schnelle bis Mittwoch einen neuen Anbieter auftreiben können, weiß ich nicht“, erklärte Kita-Leiterin Bärbel Ellmers gestern auf Nachfrage.

Aber mit trocken Brot würden die Kinder, die für den Mittagstisch angemeldet sind, in keinem Fall abgespeist. „Es wird etwas Warmes, Gesundes geben“, versicherte Ellmers.

Am 1. Februar fange eine neue Küchenhelferin in der Tagesstätte an, die allerdings natürlich nicht allein Dutzende von Portionen bereiten könne. „Da muss dann eben hier das gesamte pädagogische Personal mit anpacken.“ · mm

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