Trinkwasserverband tagt in Daverden / Arbeitskreise sollen ökologische Situation in den Wassereinzugsgebieten bewerten

Verbandsversammlung folgt Reduzierungskonzept nicht

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Die Versammlung des Trinkwasserverbandes in Daverden war sehr gut besucht.

Daverden - Von Wiebke Bruns. Eine Kündigung des Wasserlieferungsvertrages mit der Stadt Bremen kommt für den Trinkwasserverband Verden nicht in Betracht. Einen entsprechenden Beschluss hat die Verbandsversammlung, als höchstes Organ des Verbandes, am Dienstagnachmittag gefasst. Der Geschäftsführung wurde gleichzeitig aufgegeben, eine nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung sicherzustellen.

Im Zuge des Bewilligungsverfahrens auf Wasserförderung für die nächsten 30 Jahre in den Wasserwerken Panzenberg in Verden-Scharnhorst und Langenberg in Kükenmoor (Gemeinde Kirchlinteln) war eine Diskussion um eine zu hohe Fördermenge entbrannt. Mittlerweile wurde gutachterlich bestätigt, dass die mit der Wasserförderung einhergehende Grundwasserabsenkung zum Austrocknung der Halse geführt hat.

Die Kritik am Trinkwasserverband wurde in den vergangenen Monaten immer lauter und führte schließlich im März dazu, dass der Vorstand des Verbandes von der Verbandsversammlung eine Entscheidung forderte: Soll es ein neues Konzept geben, das keine Versorgung der Stadt Bremen mit Trinkwasser in der bisherigen Höhe vorsieht? Wenn die Versammlung der Geschäftsführung den Auftrag erteilt, Alternativen inklusive der finanziellen Auswirkungen untersuchen zu lassen, werde man das tun, hatte Verbandsvorsteher Werner Meinken im März bei einem Pressegespräch erklärt.

So konkret stellte sich die Frage bei der Versammlung am Dienstag im Restaurant Waldschlösschen in Daverden nicht mehr. Von einer Reduzierung der Fördermengen ist in dem Beschluss mit keinem Wort die Rede. „Neben der jederzeit zuverlässigen Wasserversorgung für die hiesige Bevölkerung soll es künftig einen Arbeitsschwerpunkt des Verbandes geben, der sich mit der Sicherstellung einer nachhaltigen Grundwasserbewirtschaftung befasst“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes zu dem Beschluss. „Diese Position haben die Bürgermeister einvernehmlich in einer mit dem Verbandsvorstand eingebrachten Beschlussempfehlung erarbeitet. Abweichende und teilweise die sofortige Reduzierung der Wasserlieferung fordernde Anträge der Gemeinde Dörverden oder des Reduzierungskonzeptes des Fleckens Langwedel ist die Verbandsversammlung nicht gefolgt.“

Geplant sind öffentliche Arbeitskreise zur „Bewertung der ökologischen Situation“ in den Wassereinzugsgebieten Wittkoppenberg (dort steht das dritte Wasserwerk des Verbandes), Panzenberg und Langenberg und möglichen Ausgleichsmaßnahmen. Die Einrichtung eines Fonds für die Umsetzung geeigneter ökologischer Maßnahmen werde geprüft. Eine Unterstützung bei Umstellung der Bewirtschaftung auf den ökologischen Landbau wurde angeregt.

Die Ergebnisse der Arbeitskreise sollen der Verbandsversammlung bis Ende 2017 vorgelegt werden.

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