Schüler des Gymnasiums am Wall machten sich jetzt mit Bewegungskunst Parkour vertraut

Als Traceur durch die Stadt

Bei der Bewegungskunst Parkour werden Geländer zu Sportgeräten.

Verden - (kle) · Treppenaufgänge, Begrenzungsmauern und Geländer sind für den, der gemütlich durch die Stadt flaniert, oft nur Hindernisse. Für den Traceur sind sie willkommene Aufgaben, die bewältigt werden wollen; schnell, elegant und vor allem sportlich. Parkour heißt diese Kunst der Fortbewegung, die aus den Vororten von Paris kommt und jetzt auch in Verden Fuß fasst.

Junge Menschen stürmen durch die Stadt, in fließenden Bewegungen überwinden sie scheinbar mühelos Mauern und Zäune, zweckentfremden Brücken, Blumenkübel und manchmal sogar Gebäude auf ihrem Weg. Was sonst nur Elemente zur Gestaltung der Innenstadt sind, sollten für die Traceure die Hindernisse ihres Parkours sein.

Hindernisse sind dazu da, überwunden zu werden.

Acht Schüler des Gymnasiums am Wall verbrachten ihr wohlverdienten freien Sonnabend in der neuen Schulturnhalle, um diese attraktive sportliche Betätigung zu lernen. Lehrerin Susanne Hoffmann hatte Stephan Nägler vom Oldenburger Parkour-Team dafür gewinnen können. „Das ist eine Bewegungskunst, die die Jugendlichen anzieht“, war sie sicher und machte sich dafür bei Schulleiter Uwe Spannhake stark. Und nicht nur der war schnell überzeugt, dass das Angebot genau das Richtige für die sonst an ihren Schreibtisch festgepflockten Schüler ist. Ähnlich positiv fiel auch die Antwort auf ihre Anfrage beim Schulverein wegen finanzieller Unterstützung aus.

„Parkour ist eine direkte, an Kontrolle und Geschwindigkeit orientierte Form der Fortbewegung ohne Hilfsmittel“, erklärt Nägler. Eine gute Kenntnis und Schulung des Körpers sei ebenso Voraussetzung wie eine mentale Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und der Umgebung. „Es geht nicht um den Wettkampf mit anderen.“

Bevor es richtig losging, stand erst einmal ein ordentliches Aufwärmtraining auf dem Programm.

So fand sich denn das Grüppchen hochmotivierter Sechzehnjähriger mit Nägler in der Halle wieder. Von Hindernissen war allerdings weit und breit nichts zu sehen: Vor den Spaß hatte der Trainer den Schweiß gesetzt. Seine charismatische, lockere Art half dann aber auch über das gut zweistündige Aufwärmtraining hinweg.

Traceure, also die, die sich ihren Weg durch die vorgegebenen Parcours in der Stadt bahnen, waren die Jugendlichen damit aber noch lange nicht. Erstmal wurde das Hindernisrennen in der Halle simuliert. Bevor Nägler mit den Jugendlichen aber wirklich in die freie Wildbahn ging, musste er erstmal selber das Terrain sondieren und seinen Schülern klarmachen, wo Vorsicht geboten ist und wo ihnen auch Grenzen gesetzt sind. Schließlich kann man nicht einfach durch private Gärten turnen.

Wenn die Begeisterung der Jugendlichen anhält, kann Susanne Hoffmann sich vorstellen, eine Serie von Parkour-Veranstaltungen zu organisieren. Weitere Infos über den Parkour-Sport und aktuelle Termine unter http://www.Parkour-Team.de.

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