Wabe-Broschüre dokumentiert Arbeit

Toleranz und Demokratie fördern

Bürgermeister Lutz Brockmann, Christine Klasen, Rudi Klemm, Wilhelm Dunker und Gunda Schmidtke stellten die Dokumentation der Wabe-Arbeit vor.

Verden - (nie) · „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ heißt eine Informationebroschüre, die die Koordinierungsstelle von WABE (das Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage) jetzt herausgegeben hat. Darin wird ihre erfolgreiche kreisübergreifende Projektarbeit des vergangenen Jahres dokumentiert.

Das 67-seitige Druckwerk zeigt in Bild- und Textbeiträgen die Vorhaben und die Verantwortlichen. Die Projektträger selbst nutzen die Schrift, um zu zeigen, dass sie Teil des stetig wachsenden Demokratie-Netzwerkes sind, das unter den Dach des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Demokratie und Toleranz“ gefördert wird.

20 Jahre Mauerfall, 60 Jahre Grundgesetz: 2009 war das Jahr der Jubiläen in Deutschland. Für das Weser-Aller-Bündnis mit seinen vier kommunalen Partnern, den Städten und Landkreisen Verden und Nienburg, soll es auch 2010 und darüber hinaus nicht weniger bedeutend weitergehen.

Die Broschüre richtet sich gleichermaßen an junge Menschen, die bereits in Projekten aktiv sind, und an solche, die es noch werden möchten. „Das Bündnis ist in beiden Landkreisen etabliert und zum zentralen Ansprech- und Projektpartner in den Themenfeldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung geworden“, hieß es beim Gespräch mit Bürgermeister Lutz Brockmann, Rudi Klemm (Wabe) Gunda Schmidtke (Fokus gGmbH) und Wilhelm Dunker (Mitglied im Begleitausschuss).

Der langfristige Auftrag sei klar umrissen, nämlich zivilgesellschaftliches Engagement zu sammeln, zu bündeln, zu vernetzen und letztlich auch öffentlich zu machen. Laut Klemm haben sich in den drei zurückliegenden Projektjahren bereits viele Gruppen und Initiativen ideenreich und engagiert gegen Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung sowie für den gegenseitigen Respekt verschiedener Kulturen und Lebensweisen eingesetzt. In Zukunft wolle man sich mehr mit den Themen Vielfalt, Toleranz und Demokratie beschäftigen, etwa durch den Regionalkongress am 16. März in Nienburg zum Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule Mit Courage“.

Brockmann verwies auf den Mehrwert von Wabe für die Netzwerkpartner. „Dem Einsatz von bisher jährlich 5000 Euro pro Stadt und Landkreis stehen Einnahmen von Fördergeldern in der Gesamthöhe von 600 000 Euro gegenüber, mit denen 50 Projektträger 100 Projekte umsetzen konnten.“

Die Projektbasis, das Bundesförderprogramm, soll Ende des Jahres auslaufen und die Chancen auf eine Fortschreibung seien gering. Daher sei noch vor der Sommerpause die Gründung eines Wabe-Fördervereins geplant: „Die beteiligten Hauptverwaltungsbeamten und weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens werden als Gründungsmitglieder signalisieren, dass die Aufgabe ‚Demokratie stärken‘ in der Region Priorität besitzt.“

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