BBS startet Sucht- und Verkehrspräventionsprojekt „fahr clever – fahr clean“

Mit Tipps per Mobil auf Tour

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Schulleiter und Superintendentin im Rauschbrillen-Test: Beide haben das Problem, das Gleichgewicht zu halten.

Verden - BBS-Schulleiter Manfred Runge und die Verdener Superintendentin Elke Schölper im Rauschzustand, allerdings gewollt und ohne negatives Nachspiel: Das gab es gestern anlässlich der Projektvorstellung „fahr clever – fahr clean“ im Foyer der BBS Verden beim Testen der so genannten Rauschbrille.

Mit dem Sucht- und Verkehrspräventionsprojekt „fahr clever – fahr clean“ geht die Fachstelle Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes in Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen Verden in den kommenden drei Jahren neue Wege, um Jugendliche wie junge Fahranfänger emotional wie praktisch über die Gefahren im Straßenverkehr aufzuklären. Das Projekt soll vor Augen führen, welche Auswirkungen etwa Alkohol, Drogen und Telefonate, aber auch Selbstüberschätzung am Steuer haben können.

Die Idee dazu hatten Schulpastorin Helene Eißen-Daub und Fachstellenleiterin Imke Huntemann, die das Konzept gestern nach rund dreijähriger Vorbereitungszeit im Beisein von Sponsoren und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kirche im Foyer der BBS starteten. Auch der Landessuperintendent im Sprengel Stade, Christian Brandy, war vor Ort.

Junge Fahranfänger zwischen 17 und 23 Jahren sind die Problemgruppe und bei tödlichen Verkehrsunfällen überproportional häufig vertreten. Killer Nummer eins ist überhöhte Geschwindigkeit, aber Hauptursache bei so genannten Disco-Unfällen sind immer wieder Alkohol und Drogen. Doch die nackten Zahlen von Unfallstatistiken wirken wenig abschreckend auf das Klientel. Daher werden im neuen, komplett gesponserten Projekt, die Themenfelder Sucht und Verkehrsprävention auf besondere Weise miteinander verknüpft.

Dazu wurde ein VW-Bus angeschafft, und mithilfe von Schülern der BBS zum Präventionsmobil umgebaut. Ab November rollt das Mobil mit Präventionsfachkräften auf Anfrage zu Schulen, Konfirmandengruppen, Ausbildungsbetrieben oder Jugendgruppen im ganzen Landkreis. BBS-Schüler haben übrigens auch das Projektlogo entwickelt und die äußere Gestaltung des Fahrzeugs übernommen.

Die unterschiedlichen Einheiten, die der Einsatz des Busses zur Sucht- und Verkehrsprävention bietet, wurde nach Redebeiträgen von Imke Huntemann, BBS-Schulleiter Manfred Runge, Superintendentin Elke Schölper, Schulpastorin Helene Eißen-Daub und der stellvertretenden Landrätin Jutta Sodys von der künftigen Projektverantwortlichen Nina Spiedt vorgestellt. Beispielsweise sollen Filme und Spiele zur Auseinandersetzung anregen, riskantes Fahrverhalten zu reflektieren. Mithilfe von Rauschbrillen können die verheerenden Auswirkungen übermäßigen Alkoholkonsums erfahren oder mit einem spannenden Quiz das themenrelevante Wissen der Jugendlichen abgefragt. · nie

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