Zwei Tage „Kunst-Spuren“ in Riede: Viel Anerkennung, aber nicht viele Besucher

Frische Werke und alte Fotos

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Große Runde mit Besuchern, Künstlerinnen und Künstlern. Zweiter von links: Hausherr und Bürgermeister Jürgen Winkelmann.

Riede - Kristina Winter aus Achim hat sich mit ihrer Acrylmalerei auf kleinen Holzschatullen und Schatzkisten sowie Aufbewahrungsboxen und Hochzeitskisten für Glückwunschkarten und Ähnliches spezialisiert.

Sie und andere Künstler der Gruppe „Kunst-Spuren“ präsentierten jetzt im Gemeindezentrum „Altes Feuerwehrhaus“ in Riede Werke unterschiedlicher Mal- und Drucktechniken sowie Farbkombinationen, Objektkunst, Schmuckdesign und mehr.

Anette Leenheer aus Bremen befasst sich mit Druckgraphiken wie Linoldrucken (Hochdruck) und Radierungen (Tiefdruck). „Ich freue mich, dass ich eingeladen wurde, in Riede dabei zu sein“, sagt sie dankbar.

Mit einer 3000 Jahre alten Wachs-Maltechnik der Ägypter, Griechen und Römer arbeitet seit 2005 Njörn Unaveus aus Bremen. Mittels erhitzter Malgeräte wie Mal-Eisen, Mal-Pen und Heißluftfön zaubert er aus kleinen Wachsfarbblöcken auf Karton oder Leinwand herrliche Landschaften. Der Künstler brachte auch bereits den Bildband „Teufelsmoor in Wachs“ heraus.

Beim Betrachten von Bildern aus dem alten Riede, die Fritz Garvens zur Verfügung gestellt hatte, wurden bei Besuchern wieder Erinnerungen wach, wie sie die damalige Dorfgemeinschaft miterlebt hatten. Zum Teil waren die heute älteren Bürger selbst auf den Fotos abgebildet.

Lyrikerin und Autorin Anett Molyrier las zwischenzeitlich aus ihrem Gedicht-Werk „Regenbogenjahre“. Bürgermeister Jürgen Winkelmann dankte allen Ausstellenden für die beiden wieder sehr gelungenen Kunsttage: „Politik und Kunst gehen hier einen guten gemeinsamen Weg.“

Außerdem regte er an, im Gemeindezentrum ein oder zwei Mal jährlich diese Ausstellungen stattfinden zu lassen. Der jüngsten Künstlerin Paula Liniewicz (7 Jahre) überreichte er ein kuscheliges Plüschtier.

Im Resümee hieß es allerdings, dass die Kunsttage einen stärkeren Besuch verdient gehabt hätten. Sicherlich spielte die Witterung eine große Rolle.

jb

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