Gelungene Premiere der Theatergruppe Wulmstorf

Zwei Ausfälle gut kompensiert

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Bei „Jung wees helle – bliev Junggeselle“ mit der Theatergruppe Wulmstorf geht es mitunter frivol und vor allem urkomisch zu.

Thedinghausen - Von Heiner Albrecht. Eine nach eigener Einschätzung „turbulente, liebestolle, hysterische, hemmungslose, schaumgeladene, überstürzte, frivole, vor allem aber rundum lustige“ Komödie hatte die Wulmstorfer Theatergruppe einstudiert: „Jung wees helle – bliev Junggeselle“. Das plattdeutsche Lustspiel in drei Akten von Bernd Spehling – ins Plattdeutsche übersetzt von Günter Drewes, in der Gemeinschaftssportanlage in Intschede, wo die Theaterleute seit 20 Jahren ihre Komödien aufführen, begeisterte zur Premiere.

Die Darsteller wuchsen im Spiel mit den Witzen förmlich über sich hinaus. Schenkelklopfer und der ein oder andere Brüller für das Publikum waren dabei. Dabei hatte die Laienspielergruppe im Vorfeld doch zwei Mal umbesetzen müssen.

Es wurde viel gelacht, geklatscht und es war ein kurzweiliger unterhaltsamer Auftakt. Regie führt bei diesem Stück Dorle Lührs. Hinter der Bühne wirken unter anderem Heike und Fred Wigger, Alfred und Luise Gehrke, Kevin Mai und Hendrik Schlottmann mit.

Die Szenerie spielt im Wohnzimmer des „Noch“-Junggesellen Arne Freese (Martin Kleemeyer), in der Arnes Großvater Schorschi (Helmut Lührs), ein Gauner, untergekommen ist. Dort gehen die Frauen nur so ein und aus: die High-Society-Friseuse Lilli (Heike Meyer) sowie Arnes sportliche Freundin Ulli (Marie Meyer) und Gesa (Eike Lührs), die Dame aus dem Untergeschoss, lässt ein ums andere Mal ihren weiblichen Reizen voll und ganz freien Lauf. Weihnachten ist zwar schon einige Tage vorbei. Aber Hausmeister Willi (Torsten Mai) schlüpft nicht nur in das Weihnachtsmannkostüm, sondern wandelt als Installateur durch den Baumarkt und ist immer auf der Suche nach Nebenjobs.

Für weitere Stimmung in der Junggesellenbude sorgt die Verlobte Mareike (Nele Meyer) und Schorschis Frau Berta (Marlies von Hollen). Es entwickelt sich ein amüsantes Verwechslungsspiel, gespickt mit etlichen Pointen und Dialogen, die durchaus zweideutig sind, Büstenhaltern an der Wand oder einer geheimnisvollen Badewanne.

„Toll gemacht“, war von einem Besucher am Ende der Premiere zu hören. Und dass die Theatergruppe zwei Ausfälle kompensieren konnte, spricht für den guten Nachwuchs. Das zeigten auch Malte Szecess und Celine Bielefeldt mit dem plattdeutschen Sketch „Auf der Autobahn“ als Einführung.

Das Ensemble spielt „Jung wees helle – bliev Junggeselle“ auch am Freitag, 17. Januar, 20 Uhr; am Samstag, 18. Januar, 14.30 Uhr und 20 Uhr sowie am Sonntag, 19. Januar, um 14.30 Uhr. Restkarten sind bei Heike und Fred Wigger unter der Telefonnummer 04233/24 35 64 zu ordern.

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