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„Zum Adeligen Holze“ in Thedinghausen vor Neueröffnung

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Von: Heiner Albrecht

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Freuen sich auf die Eröffnung: Eigentümer Thomas Böing (l.), Pächter Mina Ibrahim und seine Frau Nora Theilmann.
Freuen sich auf die Eröffnung: Eigentümer Thomas Böing (l.), Pächter Mina Ibrahim und seine Frau Nora Theilmann. © Albrecht

Thedinghausen – Das Gaststättensterben hat die Samtgemeinde Thedinghausen in letzter Zeit besonders stark erwischt. Doch nun ist Besserung in Sicht: Ins Gasthaus „Zum Adeligen Holze“ an der Westerwischer Straße in Thedinghausen kehrt das Leben zurück.

Der neue Eigentümer Thomas Böing aus Eißel hat das Ensemble mit umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten zu einem echten Hingucker gemacht. Hierfür wurden auch alte Fotos mit zuhilfe genommen, um vor allem den Gartenbereich so wieder herzurichten, wie er vor rund 100 Jahren mal angelegt worden war.

Im Mai konnte dann mit Mina Ibrahim ein neuer Pächter gefunden werden, der die Ideen der Gastronomie mit Besitzer Thomas Böing teilt. Dann ging alles relativ schnell. Neben dem Restaurant und den beiden Clubzimmern mit insgesamt 60 Sitzplätzen wartet auch der Saal mit Platz für 80 bis 100 Leute auf Festlichkeiten aller Art und ist geschmackvoll eingerichtet. Aber das Highlight bleibt der Sommergarten. Die Wasserfontäne sprudelt aus dem Teich, der schon 1914 angelegt wurde. Eingerahmt von dem alten Baumbestand, gibt es einen Pavillon für den gastronomischen Außenbereich. Am Teich gibt es eine Beachlounge, und die Rasenfläche bietet unter großen Sonnenschirmen genügend Platz für viele Gäste.

Die Beachlounge lädt zum gemütlichen Verweilen ein.
Die Beachlounge lädt zum gemütlichen Verweilen ein. © Albrecht

„Bei der Herrichtung und Gestaltung des Gartens mit verschiedenen Pflanzen müssen wir uns bei Sina Schröder bedanken, die mit sehr viel Geschmack alles so schön angelegt hat“, blickt Thomas Böing voller Stolz in den Garten. Da sind sich der neue Wirt und Besitzer einig: Der Garten mit Teich erinnert an alte Zeiten im neuen Gewand. Auch die neuen Zaunelemente sind anhand von Fotos der Zeit vor 100 Jahren nachempfunden worden.

Die Historie ist spannend: Das Gebäude ist ein ehemaliges Herrenhaus. Seit dem Bau 1912 ist es bis zum jetzt erfolgten Verkauf im Privatbesitz der Familien Peuleke, Bischoff und Bielefeld gewesen. Der Bier- und Kaffeegarten wurde 1919 von einem Bremer Landschaftsgärtner für Heinrich Bielefeld und dessen Ehefrau Doris entworfen und gestaltet.

„Zum Adeligen Holze“-Gebäude 2000 noch einmal modernisiert

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Gasthof zunächst zum Lager-Depot der deutschen Kriegsmarine, nach dem Krieg wurde es zum Quartier der englischen Besatzungssoldaten. Aufwärts ging es wieder, als Junior Friedel (Friedrich) aus dem Krieg zurückkehrte und mit Ehefrau Greta den Betrieb übernahm. Der Gasthof blühte damals auf. Tochter Irma führte ab 1970 zusammen mit Ehemann Manfred die Regie. Petra Peuleke war die Letzte im Bunde, die das traditionsreiche Familienunternehmen 1995 von ihren Eltern übernahm.

Im Jahr 2000 wurde das „Adelige Holz“ noch einmal modernisiert. Bis zu seiner Schließung im Jahr 2011 war es für viele Thedinghauser Vereine, Institutionen und Privatleute eine feste Anlaufstelle für Familienfeste aller Art, Gartenpartys, diverse Aktivitäten mit dem damals benachbarten Reitverein und Treibjagden, war das Gasthaus Treffpunkt für Himmelfahrtsausflügler und Pfingstradler und einige mehr.

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„Vieles von dem wollen wir nun wiederbeleben“, sagt Mina Ibrahim und freut sich schon auf die Eröffnung am Mittwoch, 3. August. Das Team des ausgebildeten Restaurantfachmanns, Kochs und langjährigen Betriebsleiters des „Kangaroo Island“ an der Schlachte in Bremen besteht aus einem Chefkoch und einer Servicekraft. Mit Kind und seiner in Sudweyhe geborenen Frau wohnt Mina Ibrahim seit einiger Zeit in Thedinghausen und möchte nun für Gäste aus seinem Ort und umzu da sein.

Einen ausführlichen Blick auf die Speisekarte kann man jetzt schon im Internet werfen. Unter der Adresse www.zumadeligenholze.de sind dazu auch schon einige sehr schöne Fotos der neuen Gaststätte zu sehen.

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