Bei Tennishallenkauf Appell an Blender und Emtinghausen

Rat ist sich einig: Die Zierpfosten müssen weg

Über 100 Unterschriften von Anwohnern der übermäßig als Ausweichstrecke durch den Ort genutzten Bürgerstraße und deren Abzweigungen übergaben Friedrich Lüers (Mitte) und Andreas Wulf zu Beginn der Ratssitzung dem Thedinghauser Bürgermeister Thomas Metz (links). Ihre Forderungen hatten die geplagten Anwohner auf großen Flyern zusammengefasst. Wulf beklagte auch etliche Schäden an Fußwegen der Bürgerstraße, weil dort Gelenkbusse und Lkw über die Kantsteine donnern. Foto: Laue
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Über 100 Unterschriften von Anwohnern der übermäßig als Ausweichstrecke durch den Ort genutzten Bürgerstraße und deren Abzweigungen übergaben Friedrich Lüers (Mitte) und Andreas Wulf zu Beginn der Ratssitzung dem Thedinghauser Bürgermeister Thomas Metz (links). Ihre Forderungen hatten die geplagten Anwohner auf großen Flyern zusammengefasst. Wulf beklagte auch etliche Schäden an Fußwegen der Bürgerstraße, weil dort Gelenkbusse und Lkw über die Kantsteine donnern.

Thedinghausen - „Im öffentlichen Raum habe ich als Privatmann nichts zu verbauen“, stellte Heiner Schröder (CDU) zum Fall Gartenkamp fest. Sein Parteifreund Arno Thalmann unterstützte ihn auf der Sitzung des Gemeinderats Thedinghausen im Wulmstorfer Dörphus. „Diese Zierpfosten müssen aus Gründen der Verkehrssicherheit wieder weg, und wir müssen darauf achten, dass das auch passiert“, forderte Thalmann.

Die besagten Pfosten hatten zwei Anwohner vor ihren Grundstücken im Straßen-Seitenraum errichtet, damit dieser nicht dauernd zugeparkt oder von durchfahrenden und ausweichenden Autos beschädigt wird.

Einstimmig befürwortete der Rat grundsätzlich, nicht genehmigte Pfosten, Steine, Bäume oder andere auf öffentlichem Grund platzierte Gegenstände entfernen zu lassen.

Die Gemeindeverwaltung sei bereit, in entsprechenden Fällen nach Beurteilung der Lage selbstständig zu entscheiden und zu handeln, hatte Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse zuvor bekräftigt. „Wir brauchen dazu aber die Rückendeckung des Rates“, betonte er. Oft sei viel Wut von Anwohnern mit im Spiel - wie vor einiger Zeit etwa in Riede. Am Gartenkamp spielten ebenfalls nachbarschaftliche Konflikte eine Rolle, und schon vor zwei Jahren habe die Gemeinde die Kontrahenten zu einem Gütetermin eingeladen.

Die geforderte Rückendeckung gibt es nun. Diethelm Ehlers (SPD) wies allerdings darauf hin, dass nach Entfernen der Pfosten auch nicht wieder auf dem Seitenstreifen der engen Straße geparkt werden dürfe. Zwei Autos kämen trotz der Enge immer noch aneinander vorbei, versicherte dagegen Daniel Strassner (UBL).

Was auf öffentlichen Flächen vor Privatgrundstücken noch zu dulden sei und was nicht mehr, müsse präziser festgelegt werden, forderte Heinz von Hollen (parteilos). Es gebe nämlich noch weitere problematische Fälle in der Gemeinde.

Den Zuschuss von 128.700 Euro zum Kauf einer neuen Halle durch die Tennisgemeinschaft(TG) Thedinghausen beschloss der Rat ebenfalls einstimmig. 175.000 Euro bringt die TG selber ein. Sie möchte die Halle vorrangig an den vereinseigenen Trainer für das Kinder- und Jugendtraining vermieten. Der Kauf ist für 2020 geplant.

Es müsse gesichert sein, dass die TG nach Inanspruchnahme der Fördermittel die Halle nicht in ein paar Jahren schon weiter veräußere, fand Dr. Michael Künnemeyer (SPD). Eine entsprechende Klausel mit anteiliger Rückzahlungsverpflichtung im Fall des Falles soll nun in die Vereinbarung mit der Gemeinde eingebaut werden. Niemand glaubt aber wirklich, dass die aktive TG mit ihrer großen Jugendabteilung die Halle bald wieder abgibt.

Heinz von Hollen und Dieter Mensen (Grüne Liste) wiesen übereinstimmend darauf hin, dass auch etliche Spieler aus den tennisspartenlosen Nachbargemeinden Blender und Emtinghausen das Angebot in Thedinghausen nutzen. Daher wäre es schön, wenn diese Gemeinden jetzt auch finanziell mit ins Boot geholt werden könnten. Das wünschte sich auch Bürgermeister Metz, wobei er die Aussichten auf solche Zuschüsse von außerhalb eher skeptisch beurteilte.

la

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