Ziemlich volles Haus bei der Hamburg Blues Band / Das „Umland“ stark vertreten

Maggie heizt die Scheune auf

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Die Hamburg Blues Band in voller Aktion mit neuem Gitarristen (rechts). In der etwas kühlen Rathausscheune kam schnell Stimmung auf.

Thedinghausen - Neun Jahre ist es schon her, als die bekannte Hamburg Blues Band schon einmal auf Einladung des Kulturvereins Thedinghausen auf der Bühne in der Rathausscheune loslegte. Aber Gert Lange erinnerte sich. „Schön, mal wieder hier zu sein“, begrüßte der Sänger und Gitarrist das sehr zahlreich erschienene Publikum zum traditionellen jährlichen Bluesereignis in dem rustikalen Saal.

Bunte Lichteffekte auf der Bühne und dezentes Dekolicht sorgten für angenehme Konzertatmosphäre. Und schon legte die vierköpfige Band los.

Die Grundformation um Gert Lange, Hans Wallbaum und Michael Becker wird auf der aktuellen Tournee durch die legendäre schottischen Blues- und Soulsängerin Maggie Bell verstärkt. Außerdem wartete die Hamburger Band mit einem aus Bremen kommenden und dort ziemlich bekannten Leadgitarristen auf. Andreas Linke ersetzte sehr gut den fehlenden Miller Anderson.

Maggie Bell war erst im zweiten Teil des Konzerts zu erleben. Ein bisschen kalt war der Sängerin im Backstage-Bereich bestimmt geworden, während die Männer den Besuchern richtig einheizten.

Der Aufforderung, sich dichter vor die Bühne zu stellen, kam das Publikum zunächst nur zögerlich nach. Doch nach den ersten drei, vier Songs war das Eis gebrochen. Die Mischung aus rockigen schnellen Stücken und langsameren Bluestiteln war sehr gut gewählt.

Während Hans Wallbaum am Schlagzeug und Michael „Bexi“ Becker am Bass für groovigen Rhythmus sorgten, war das dynamische Gitarrenduo Gert Lange an der Rhythmus- und Andreas Linke an der Leadgitarre für gefühlvolle oder auch fetzige Begleitung einschließlich des Gesangs im ersten Teil des Konzerts zuständig.

„Klasse, was die Herren so auf die Bühne bringen. Da sieht man, was für tolle Musiker alle sind“, war ein Konzertbesucher voller Lob. Hartgesottenen Blues-Fans war es aber zunächst schon wieder zu rockig. Der Altersschnitt bei den Besuchern bewegte sich deutlich im Fünfziger-Bereich, obwohl der Eintritt für Jugendliche bis 18 Jahre sogar frei war. Die Stimmung wurde noch um ein Vielfaches gesteigert, als Maggie Bell auf die Bühne trat. Mit „Wishing Well“ von Free und „Down in the Hole“ von Tom Waits bot sie gleich einen temperamentvollen Einstieg, bevor die Bluesgefilde sehr intensiv erkundet wurden. Die Gewandtheit der Stimme reichte ohne jede Showeinlagen aus, um das Publikum zu faszinieren.

Ellen Lübke, eine der Organisatoren des Kulturvereins, war mit dem Konzertbesuch mehr als zufrieden. „Nur aus Thedinghausen und umzu waren wenige Leute da. Für die machen wir eigentlich solche Konzerte. Dafür kamen eben mehr aus dem Umland“, war es Ellen Lübke eigentlich egal. Hauptsache, die Scheune war ziemlich voll.

Ohne Zugaben durfte die Band natürlich nicht gehen. Und so wurde es ziemlich spät. Doch wer wollte, konnte sich noch die neue CD der Gruppe per Hand signieren lassen.

ha

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