„Youth for Understanding“ermöglicht Austausch / Ein Jahr in Gastfamilien leben

Jugend aus Lateinamerika büffelt Deutsch in der Mühle

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Auf der Galerie der renovierten Mühle hoch über Emtinghausen: Die zehn jugendlichen Besucher des „Youth For Understanding“-Austauschs aus Mexiko, Ecuador, Kolumbien und Uruguay. Rechts ihre „Orientierungslehrerin“ Jelena Bloch, links Marleen Siering aus einer gastgebenden örtlichen Familie.

Emtinghausen - An fünf Wochentagen wird jetzt in der Emtinghauser Mühle Deutsch gebüffelt. Außerdem lernen die Schüler aus fernen Länder einiges über hiesige Sitten und Gebräuche etwa im Familien- und Freizeitbereich. Dieser „Orientierungsunterricht“ wird auf Spanisch erteilt

Es handelt sich bei den jugendlichen, 15- bis 17-jährigen Besuchern aber nicht etwa um Flüchtlinge, sondern um Gäste aus Lateinamerika, die an einem internationalen Jugendaustausch teilnehmen, den der „Youth For Understanding“(YFU)-Verein anbietet. Im gesamten Bundesgebiet sind jetzt etwa 500 bis 600 Kids in Gastfamilien zu Hause.

Von den in Emtinghausen untergebrachten jungen Leuten kommen sieben aus Mexiko, die übrigen aus Ecuador, Kolumbien und Uruguay.

Sie bleiben drei Wochen bis zum 5. September während der Einführungszeit am jetzigen Ort und wechseln dann für die restlichen Monate ihres Aufenthalts zur jeweiligen „Jahresfamilie“ in verschiedenen Region der Bundesrepublik.

Doch auch jetzt stand nicht nur Lernen in der Mühle im Mittelpunkt. Ausflüge etwa ins Bremer „Universum“, eine Stadtführung und nicht zuletzt eine Rallye um Thedinghausen gehörten unter anderem ebenfalls zum Besuchsprogramm. Es gefalle ihm hier, „very nice“, versicherte einer der gut aufgelegten jungen Leute lächelnd.

Marleen Siering und Birgit Fenken beherbergen Jugendliche aus Lateinamerika in ihren Familien und haben ebenfalls gute Erfahrungen gesammelt. Allein schon, was so alles über Lebensgewohnheiten, Schulen und Besonderheiten der Herkunftsländer ausgetauscht werde, sei sehr spannend, betont Birgit Fenken, deren Tochter Louisa aktiv bei YFU engagiert ist und selber schon ein Jahr auf der anderen Seite des Ozeans verbrachte.

Neue Gasteltern für diesen Jugendaustausch würden ständig gesucht, betont ihre Mutter. Alle Interessierten dürfen sich gern mit Youth For Understanding in Verbindung setzen. Gastgeber-Familien fast aus aller Welt werden hier vermittelt – auch aus Australien, Neuseeland, den USA, Afrika, aus dem osteuropäischen und auch dem asiatischen Raum.

la

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