Zukunft des Thänhuser Marktes gefährdet

Im Würgegriff der Gema: Gemeinde hilft der GDS

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In diesem Jahr wird der beliebte Thänhuser Markt sicherlich stattfinden. Doch die hohen Gema-Gebühren machen der veranstaltenden GDS schwer zu schaffen. Der Gemeinderat sicherte jetzt mit 3000 Euro ein Verlustrisiko ab.

Thedinghausen - Straßen-und Volksfeste ächzen unter drastisch erhöhten Gema-Gebühren für Musikrechte. Das geht aus Zeitungsberichten hervor, und das ist beim Thänhuser Markt nicht anders.

Während nach Mitteilung der Gemeinschaft der Selbständigen (GDS) die Gebühren lange bei 1000 bis 1400 Euro lagen, traf für den Markt 2015 ein Bescheid über 5240 Euro ein. Nach sofortigem Einspruch und Einschalten eines Anwaltsbüros wurde der Betrag auf 3493 Euro gedrückt. Doch jetzt hat die Gema angekündigt, dass für den Markt 2016 der volle Betrag von inzwischen 5526 Euro fällig werde.

Der GDS-Vorstand teilte daraufhin dem Thedinghauser Bürgermeister Diethelm Ehlers mit, er sehe sich außerstande, die Mehrbelastung auf Schausteller, Festwirte und Kleingewerbetreibende umzulegen oder durch Mitgliedsbeiträge zu finanzieren.

Wegen der überregionlaen Bedeutung des Thänhuser Marktes beantragte daher die GDS bei der Gemeinde und der Samtgemeinde einen Zuschuss, um insgesamt 6000 Euro erwartete Unterdeckung auszugleichen. Sogar von der möglichen Absage des Thänhuser Marktes wegen der belastenden Gema-Gebühren war schon die Rede.

Maximal 3000 Euro bewilligte jetzt der Gemeinderat Thedinghausen durch fast einstimmigen Beschluss bei Enthaltung von Daniel Strassner (UBL). Das Geld soll außerplanmäßig bereit gestellt werden.

Bedingung: die GDS-Veranstalter müssen „prüfbar nachweisen“, dass das Minus beim Thänhuser Markt auch wirklich durch die Gema zustande kommt.

Diese „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ sei schon ein etwas seltsamer Verein, kommentierte Samtgemeindebürgermeiter Harald Hesse die heftig angehobenen Sätze. Die kommen vor allem zustande, weil bei der neuen Berechnung die gesamte Marktfläche und nicht nur die der jeweiligen Musikveranstaltungs-Areale zu Grunde gelegt wird.

Anke Fahrenholz (SPD) regte an, einen Rahmenvertrag mit der Gema „über den Betag X“ auszuhandeln, damit es nicht jedes Jahr wieder Überraschungen gebe.

Ihr Parteikollege Dr. Hans-Michael Künnemeyer gab zu bedenken, dass die GDS doch auch Einnahmen bei der Ausrichtung des Thänhuser Marktes erziele. Die müssten selbstverständlich mit bedacht werden.

Die Festwirte zahlen übrigens für ihre Zelte noch extra Gema-Gebühren, Alle Fahrgeschäfte und Schausteller werden mit Pauschalen für die Gema über den deutschen Schaustellerverband herangezogen.

Der Thedinghauser Bürgermeister Diethelm Ehlers, von Beruf Jurist, stellte die Frage in den Raum, ob die aktuellen, drastischen Erhöhungen überhaupt einer rechtlichen Überprüfung standhalten würden. Er überlegte, ob daher nicht auch die Möglichkeit „Zunächst mal einfach nicht zahlen“ in Betracht komme.

la

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