„Schnelltest gehört mittlerweile zur Etikette“

Wolfgang Golasowski zur geplanten Impfaktion für Thänhuser Betriebe

Hofft, dass die Aktion zustande kommt: Wolfgang Golasowski, der Vorsitzende der GDS. 
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Hofft, dass die Aktion zustande kommt: Wolfgang Golasowski, der Vorsitzende der GDS. 

Thedinghausen – Als eine Rieder Arztpraxis im Dezember einen großen Impftag ausgerufen hatte, da standen diejenigen, die sich gegen das Coronavirus schützen wollen, bis in den Ortskern Schlange. Erfolg verspricht sich auch die Gemeinschaft der Selbstständigen in der Samtgemeinde Thedinghausen (GDS) von einem Angebot, das sie mit einem mobilen Imfpteam des Landkreises Verden demnächst auf die Beine stellen will. Im Fokus stehen hier die Mitarbeiter von Betrieben in der Samtgemeinde. Redakteurin Juliane Klug hat mit Wolfgang Golasowski, dem Vorsitzenden der GDS, über die Aktion gesprochen.

Wie kam es zu der Kooperation der Gemeinschaft der Selbstständigen in der Samtgemeinde Thedinghausen mit dem mobilen Impfteam?

Das lief über die Kreishandwerkerschaft Elbe-Weser. Das mobile Impfteam Verden hat sich dorthin gewandt und die haben wiederum ihre Mitglieder angeschrieben, und so landete das bei Birgit Knief, der Geschäftsführerin der Firma Elektro-Knief in Thedinghausen. Und Birgit Knief hat sich spontan an mich gewandt und gefragt, ob die GDS es übernehmen könnte, das zu organisieren. Das ist nicht so fernliegend, weil uns über unsere Mitglieder ein ganz gutes Netzwerk zur Verfügung steht, zu dem auch Gewerbetreibende und Selbstständige gehören, die nicht in der GDS organisiert sind. Dieses Netzwerk habe ich genutzt, um möglichst viele zu erreichen.

Wie ist denn die bisherige Resonanz? Haben Sie schon Rückmeldungen?

Ich habe jetzt erste Rückläufe, aber ich rechne damit, dass auch aufgrund der Berichterstattung noch mehr kommen. Bis jetzt (Stand: 5. Januar 12 Uhr) haben sich zehn Firmen mit circa 50 Impfwilligen gemeldet. Aber die Frist läuft ja heute noch. Die Firmen müssen das auch erst einmal innerbetrieblich kommunizieren und fragen, wer Interesse hat.

80 bis 100 Impfwillige brauchen Sie, damit die Aktion stattfindet, oder?

Das hat das Impfteam gesagt. Ich hoffe, dass es, wenn wir etwas weniger Menschen zusammenkriegen, trotzdem mit dem Termin klappt. Das muss ich noch mal mit denen besprechen. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man an der Stelle ein Zeichen setzt und die Firmen hier in der Samtgemeinde auch zeigen, dass sie sich um dieses Thema kümmern.

Soll das eine zentrale Aktion werden oder bekommt jeder Betrieb einen eigenen Impftermin?

Nein, das soll bei Elektro-Knief stattfinden, das mobile Impfteam muss sich die Räume allerdings noch mal anschauen. Durch die Weihnachtsfeiertage verzögert sich ja alles ein bisschen. Das Team guckt jetzt, ob das dort geht. Wenn nicht, wird es Alternativen geben.

Was hat die Gemeinschaft der Selbstständigen denn davon?

Gar nichts. Dafür ist sie ja da, um so etwas zu organisieren. Die Hauptaufgabe der GDS war in den letzten Jahren in der Wahrnehmung der Bevölkerung, den Thänhuser Markt und verkaufsoffene Sonntage zu organisieren. Aber so ein Gewerbeverein, das ist ja die GDS, kann auch mehr Aufgaben übernehmen. Die GDS ist die Interessenvertretung der Gewerbetreibenden und Selbstständigen im Ort. Und wenn dann so ein Angebot kommt, dann finde ich es selbstverständlich, wenn wir versuchen, das zu organisieren.

Wie ist denn eigentlich ihr Impfstatus? Scherz, das brauchen Sie nicht beantworten.

Nee, doch. Ich bin Dank unseres Hausarztes dreimal geimpft. Ich finde das mittlerweile okay, wenn man sich das gegenseitig fragt. Wir haben Silvester mit einem Ehepaar aus der Nachbarschaft gefeiert und da war es selbstverständlich, dass wir vorher einen Schnelltest gemacht hatten. Das gehört mittlerweile zur Etikette dazu, finde ich. Leider, aber es ist so.

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