Der Asiate Peter Chan besucht seinen Freund und ehemaligen Kollegen Jörn Hoppe

Mit dem Wohnmobil von China nach Felde

Auch ein chinesisches Wohnmobil benötigt mal frisches Öl. Das Bild zeigt von links Peter Chan, Werkstatt-Mitarbeiter Alexander Janke und Inhaber Jürgen Lange.

Felde - Von Joachim Behr. War das eine tolle Überraschung und die Freude groß, als kürzlich ein Wohnmobil mit chinesischem Kennzeichen bei Karin und Rolf Hoppe in Felde aufkreuzte! Der ungewöhnliche Besuch hat eine besondere Vorgeschichte: Sohn Jörn weilte mit seiner Familie auf Urlaub bei seinen Eltern. Der 35-jährige Jörn steht seit sieben Jahren in Diensten einer großen internationalen Spedition, sein Arbeitsplatz ist mehr als 9 000 Kilometer Luftlinie von zu Hause entfernt in Hongkong.

Die deutsche Spedition hat ihren jetzigen Hauptsitz in Marseille in Frankreich. In Hongkong arbeitete Jörn mit Peter Chan zusammen. Chan ist inzwischen im Ruhestand, aber noch immer ein guter Freund von Jörn, zudem auch von Karin und Rolf Hoppe.

Eine weitere Kollegin ist Donny, eine Hongkongerin. Und mit Donny ist Jörn seit sechs Jahren verheiratet. Das Paar hat einen Sohn namens Joschua.

Peter Chan hatte sein Rentnerleben genutzt, sich in sein Wohnmobil der Marke Saic Maxus gesetzt und eine gewaltige Reisetour von Südchina bis zur Familie Hoppe in Felde gestartet.

Peter Chan ist Tausende Kilometer von China nach Felde gereist, unter anderem um Joshua, Karin und Jörn Hoppe zu besuchen. Fotos: Behr

Karin und Rolf Hoppe waren sehr freudig überrascht: „Wir alle, die Peter in Felde kennengelernt haben, wünschen ihm eine gute Reise und bewundern seinen Mut.“ Ja, Mut hat er bewiesen, die bisherige Tour mit bislang 35 000 Kilometer, ließ er noch einmal Revue passieren. In Südchina gestartet, fuhr er in 14 Tagen durch Russland, bevor er weiter nach Westen reiste. So erkundete er diverse Länder, darunter Griechenland, die Türkei, Österreich, Frankreich und Deutschland. Als er nun in Felde weilte, stand ein Kundendienst des Wohnmobils an. Kein Problem, beim ortsansässigen Betrieb von Jürgen Lange fand er spontane Hilfe. Das Fahrzeug benötigte einen Ölservice, den Lange ohne Probleme und ohne den Hersteller zu kennen, vornahm. Jürgen Lange meinte lachend: „Das war der erste chinesische Caravan in meiner Werkstatt und wohl bis zum nächsten Besuch auch der einzige.“ Peter Chan ist bereits wieder unterwegs, dankte allen für die sehr große Gastfreundschaft. Er fährt über Berlin, um Deutschlands Hauptstadt kennenzulernen, dann weiter über Skandinavien und dann durch Russland wieder nach Südchina. Bis auf ein Wiedersehen in ein paar Jahren.

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