War es wirklich „Wöbers Rambur“?

Schwierige Sortenbestimmung beim Apfeltag

Volker Ciesla (2. von rechts) zeigt an einem Birnenbaum den Besuchern, wie er fachgerecht beschnitten werden sollte.

Thedinghausen - Bei vielen Zeitgenossen wächst die leckere Frucht im Garten. Oftmals ist aber die Sorte überhaupt nicht bekannt.

Hier versuchten die Experten Michael Ruhnau und Andreas Kallwitz im Rahmen des Apfeltages bei der Mosterei Finkenburg in Thedinghausen Abhilfe zu schaffen. Mitunter stießen die Experten jedoch ihre Grenzen und mussten passen. Es wurde in Büchern geblättert, Fotos vom I-Pad mit den mitgebrachten Äpfeln verglichen und schließlich kamen beide zu dem Entschluss: Wöbers Rambur. Aber ganz hundertprozentig war die Diagnose dann doch nicht. „Bitte bringen sie doch im nächsten Jahre ein paar mehr Äpfel zur Sortenbestimmung mit, dann können wir eine exaktere Bestimmung vornehmen“, gab Michael Ruhnau dem Bremer Ehepaar mit auf dem Weg. Zumindest Aussehen, Blüte, Farbe, Reifezeit und der süßliche Geschmack deuteten auf Wöbers Rambur. Zudem passte, dass der Baum als widerstandsfähig und robust beschrieben wurde.

Den nächsten Apfel, der aus der Tüte rollte, brauchten die Experten gar nicht so genau unter die Lupe zu nehmen. „Eindeutig Ingrid Marie“, so Kallwitz. Bei Experten wiesen noch einmal darauf hin, bitte doch mehrere Äpfel zu einer Sortenbestimmung mitzubringen. „Zehn wären ideal“, sagte Ruhnau. „Schade, dass der der Apfeltag so spät ist, sonst hätten wir auch noch sehr viele frühe Sorten gehabt“, so die Kenner.

Mitmachaktionen und Livemusik

Umrahmt war der Apfeltag von einem großen Hoffest mit vielen Essens- und Informationsständen. Einen Stand hatte Volker Ciesla. Der Experte für Obstgehölzepflege gab Besuchern wichtige Tipps mit auf dem Weg. „Jedes Jahr müssen Sie ein Drittel vom Jahrestrieb des Obstbaumes wegschneiden“, so ein grober Grundsatz von Volker Ciesla. Denn ohne Schnittmaßnahmen entwickeln Obstbäume eine dichte Naturkrone und die Ertragszonen entwickeln sich nach oben und außen und sind somit schlecht zu erreichen. „Dieser Birnenbaum zum Beispiel ist auf einer Quitte veredelt, damit er nicht so ein starkes Wachstum hat“, erfuhren die Besucher des Apfeltages. „Außerdem soll der Baum erst einmal Holz bilden und noch gar nicht so viel Tragen“, lautete ein weiterer Tipp.

Auch eine Führung durch die Mosterei wurde angeboten. Jüngere Besucher konnten ihr „Apfeldiplom“ erwerben. Der Waldkindergarten Thedinghausen bot Mitmachaktionen für Kinder an. Livemusik mit Marcus Friedeberg und ein Vortrag von Apfel-Experte Eckart Brandt über die Wiederentdeckung des Uphuser Tietjenapfels (Apfel des Jahres 2017) rundeten den gut besuchten Apfeltag ebenso ab, wie eine Ausstellung von Malerin Belinda di Keck und der Finkenburg-Keramikerin Silvia Flamisch. 

ha

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