Rat will lange Rampe statt Fahrstuhl / Viele Auflagen steigern Kosten immens

Für 80 000 Euro ist die Lunser Kirche barrierefrei

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Rollstühle und Rollatoren aber für Kinderwagen können demnächst einfacher in die Lunser Kirche gelangen. Eine spezielle Rampe soll angelegt werden.

Thedinghausen - Lange Rampe oder ein fahrbarer Fahrstuhl? Um einen barrierefreien Zutritt zur Lunser Kirche zu ermöglichen, entschied sich jetzt der Gemeinderat Thedinghausen für die teurere Rampenlösung.

Etwa 80 000 Euro wird sie alles in allem kosten. Ein Fahrstuhl wäre für 5000 bis 6000 Euro zu haben.

Daniel Strassner (Unabhängige Bürgerliste) hatte für die günstigere Variante plädiert und 80 000 Euro als nicht mehr vertretbar bezeichnet.

Pastorin Anja Sievers erläuterte dann in einer kurzen Sitzungsunterbrechung als Rats-Zuhörerin Näheres. Der hohe Betrag komme zustande, weil auch etliche Auflagen zu beachten seien, machte sie deutlich.

So müsse die Rampe rutschfest konstruiert sein sein und das Geländer so gestaltet, dass es Kindern nicht gefährliches Herumturnen ermögliche. Zudem sei eine relativ lange Rampe erforderlich, weil die Steigung nicht zu stark sein dürfe.

Außerdem hätten Gemeindemitglieder nicht die Möglichkeit, sich mit Eigenarbeit einzubringen, sondern das Vorhaben müsse aus Sicherheitsgründen von Fachfirmen erledigt werden. Vorteilhaft sei zudem, dass eine Rampe nicht wartungs- und reparaturanfällig sei und eine sehr lange Lebensdauer habe.

„Mein Favorit ist der Aufzug sowieso nicht“, hatte Einzel-Ratsherr Heinz von Hollen betont.

Ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, würden nämlich oft zu Zweit in die Kirche geführt, müssten dann aber einzeln hoch befördert werden. Zudem könnten sie Rollator und Gehhilfen nicht mit auf den Fahrstuhl nehmen.

Von Hollen schlug vor, sich mit kommunalen Geldern wie üblich zu einem Fünftel an den nachgewiesenen Gesamtkosten zu beteiligen, „aber dabei auch der Samtgemeinde ihren Anteil aufzudrücken“.

Am Ende wurde bei nur zwei Enthaltungen ohne Gegenstimme beschlossen, dass die Gemeinde Thedinghausen maximal 8000 Euro zuschießt, sofern die Samtgemeinde mit dem gleichen Betrag dabei ist.

Im Februar könnten die Arbeiten laut Pastorin Sievers schon beginnen. Der Antrag von Rosemarie Callies (Grüne), die Ratsentscheidung zum Zuschuss mangels bisher ausreichender Informationen zu vertagen, fand daher keine Mehrheit.

la

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