Thedinghauserin Elke Dykhoff verhilft halbwilden Samtpfoten zu einem besseren Leben

Wie aus Streunern Schmusekatzen werden

Für Elke Dykhoff aus Thedinghausen ist es jedes Mal eine große Freude, wenn sie ein Katzensorgenkind in gute Hände vermitteln konnte. Im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für den Tierschutzverein und das Tierheim Verden, nimmt sie halbwilde, streunende Katzen auf und vermittelt die Fellnasen, sobald sie „gezähmt“ und außerdem kastriert sind, an Katzenliebhaber. Die Bilder zeigen die Zöglinge Bob und Konradd.
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Für Elke Dykhoff aus Thedinghausen ist es jedes Mal eine große Freude, wenn sie ein Katzensorgenkind in gute Hände vermitteln konnte. Die Bilder zeigen die Zöglinge Bob und Konrad.

Thedinghausen – Tierschutz ist für Elke Dykhoff mehr als ein Hobby. Es ist ihre Lebenseinstellung. Auch wenn es nicht immer einfach ist, die eigenen Tiere und das Privatleben mit diesem Engagement unter einen Hut zu bringen, gilt für sie doch das Motto: „Nicht wegschauen, sondern helfen“.

Nach diesem Leitsatz hat sie bereits vor Jahren damit begonnen, halbwilden Katzen zu einem besseren Leben zu verhelfen. Inzwischen hat sie in ihrer Wohnung sogar ein eigenes Zimmer katzengerecht eingerichtet.

„Viele Tiere brauchen Hilfe und insbesondere bei Katzen, die frei auf Bauernhöfen, in Parzellengebieten oder auf der Straße leben, ist das Elend besonders groß“, sagt Elke Dykhoff.

Für Elke Dykhoff aus Thedinghausen ist es jedes Mal eine große Freude, wenn sie ein Katzensorgenkind in gute Hände vermitteln konnte. Die Bilder zeigen die Zöglinge Bob und Konrad.

Für die Thedinghauserin sind Katzenwelpen ihre größte Sorge. Die Mütter versteckten ihre Jungen. Die Kleinen seien sind in der Regel bereits vier Monate alt, wenn sie entdeckt würden, berichtet Dykhoff. Da die Katzenjungen aber noch nie Kontakt zu Menschen hatten, seien sie in der Regel sehr scheu und als halbwild zu bezeichnen.

„Ich versuche dann, die Katzen mit einer Lebendfalle einzufangen, um die fauchenden und spuckenden Tiere zunächst ins Tierheim zu bringen.“ Doch dort sei die Zeit begrenzt, und auch das Engagement und der Einsatz sogenannter Katzenstreichler sei in der Regel nicht ausreichend, um die Streuner zu zähmen. „Ich nehme die Wildesten mit zu mir heim, wo ich viel Zeit mit ihnen verbringe, um sie an Menschen und an ein Zuhause zu gewöhnen.“

Erst wenn die Wildfänge nach vielen Wochen so weit seien, dass sie sich anfassen ließen, würden Vermittlungsversuche über die Homepage des Tierheims und bei Facebook gestartet.

„Die Interessenten müssen aber Geduld aufbringen, denn in der Regel sind diese Katzen anfangs immer noch scheu. Aber wenn man ihnen Zeit lässt, wird das schon“, weiß Dykhoff aus langjähriger Erfahrung.

Nachdem die Tierschützerin im Frühjahr die Katzen Mira, Minou und Mascha nach nur sechswöchiger „Zähmungszeit“ in gute Hände vermitteln konnte und sich das Trio laut Dykhoff inzwischen zu wahren Schmusekatzen entwickelt hat, machen die Kater Konrad und Bob ihre Vermittlung ungleich schwerer. „Konrad ließ sich nach einem viertel Jahr anfassen, aber nur, wenn er am Fressen war oder ich ihn mit gekochter Hühnerbrust, einem besonderen Leckerchen oder einem interessanten Spielzeug lockte“, erzählt Dykhoff. Für den inzwischen sehr verspielten Konrad sucht sie ein Zuhause mit späterem Freigang und möglichst in Katzengesellschaft. „Ein Katzenkumpel wird ihm Sicherheit geben und die Eingewöhnung bestimmt erheblich erleichtern“, meint sie.

Für Bob ist das Vorhandensein eines Katzenkumpels sogar Pflicht. Der schöne Kater leidet als Folge einer Erkrankung im frühen Welpenalter unter Ataxie. Dadurch ist seine Koordination gestört, dass für ihn nur eine Vermittlung in Wohnungshaltung mit gesichertem Freigang infrage kommt. „Die Krankheit verursacht keine Kosten“, sagt Dykhoff. Und der verspielte Bob komme gut mit seinem Handicap zurecht.

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