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Weyher Theater baut Sommerbühne in Thedinghausen auf

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Von: Philipp Köster

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Mit Vorfreude auf den Juli: die Delegation des Weyher Theaters und die Verwaltungsvertreterinnen (v.l.) Marc Gelhart, Isabell Behrendt, Kay Kruppa und Patrick Kuhlmann sowie Anke Fahrenholz und Imke Meyer.
Mit Vorfreude auf den Juli: die Delegation des Weyher Theaters und die Verwaltungsvertreterinnen (v.l.) Marc Gelhart, Isabell Behrendt, Kay Kruppa und Patrick Kuhlmann sowie Anke Fahrenholz und Imke Meyer. © Köster

Thedinghausen – Seit 2019 plant der Förderkreis Erbhof gemeinsam mit dem Weyher Theater einen Abend mit Liedern von Johnny Cash. Die Gala sollte 2020 der Höhepunkt der Feiern zum 400. Erbhof-Geburtstag werden. Zweimal musste die Veranstaltung aus bekannten Gründen verschoben werden. Nun ist der Abend unter dem Titel „I walk the line“ mit Liedern der US-amerikanischen Country-Legende in der Interpretation von Intendant, Schauspieler und Sänger Kay Kruppa für den 10. und 11. Juni vorgesehen.

Noch hat es also gar keinen Auftritt einer Delegation des bundesweit beachteten, über die Maßen erfolgreichen Privattheaters aus der Nachbarschaft gegeben – und doch soll die Zusammenarbeit des Weyher Theaters mit der Samtgemeinde schon intensiviert werden, und zwar für ein Sommertheater vom 8. bis 31. Juli.

Für Intendant Kruppa bietet der Erbhof die ideale Kulisse und der Schlossplatz den geeigneten Ort für den inszenierten Freiluft-Partyspaß „Sonne, Sand und Sylt“. „Das Stück ist eigens für Open air geschrieben“, sagt Kruppa und erinnert an die Aufführungen auf dem Kirchweyher Marktplatz im vergangenen Jahr. „Das ist leichte Kost und gute Unterhaltung für die ganze Familie“, wirbt er. Partystimmung kommt auch auf, weil viele Gute-Laune-Hits (von „Live Is Life“ über „YMCA“, „Sieben Fässer Wein“ und „Dancing Queen“ bis hin zu „Cordula Grün“) die Gäste zum Mitsingen animieren – „vorgetragen von Live-Bands“, wie Schauspielerin Isabell Behrendt betont.

Am Ende sollen die Besucherinnen und Besucher glücklicher nach Hause gehen als sie gekommen sind, definiert Kay Kruppa den Anspruch seines Hauses.

Samtgemeindebürgermeisterin Anke Fahrenholz und Imke Meyer, Leiterin der Tourist-Info im Schloss, freuen sich auf das Sommergastspiel. „Ich bin ein großer Fan des Weyher Theaters“, berichtet die Verwaltungschefin von etlichen Besuchen in der Nachbargemeinde, zuletzt vor Weihnachten mit dem Enkel bei „Urmel aus dem Eis“.

Im Sommer muss Anke Fahrenholz mit dem Jungen nicht nach Kirchweyhe fahren, wenn die beiden Urmel und seine Freunde Professor Tibatong, Ping Pinguin, Hausschwein Wutz und Seele-Fant noch einmal sehen wollen. Denn das Ensemble führt das Stück nun auch im Rahmen der Sommerbühne auf. Weil es im Dezember wegen der steigenden Inzidenzen laut Kruppa Ticket-Stornierungen in vierstelliger Anzahl für die Aufführung des Weihnachtsmärchens gab, hat sich das Team überlegt, in Thedinghausen mit dem Kinderstück auch das junge Publikum ab drei Jahren anzusprechen.

Regisseur und Pressesprecher Marc Gelhart will sehen, was er von der aufwendigen Kulisse von „Urmel aus dem Eis“ in die Eyter-Metropole mitnehmen kann. „Wir gucken, was geht.“

Das ist im Juli in etwa die Blickrichtung zur Bühne.
Das ist im Juli in etwa die Blickrichtung zur Bühne. © Köster

Aufwendig und kostenintensiv ist auch der Aufbau der Bühne und der Zuschauerränge auf dem Schlossplatz für mehr als 700 Besucherinnen und Besucher.

Anke Fahrenholz und Imke Meyer unterstreichen, dass mit den Anliegern wie Feuerwehr und Notar alles geklärt sei, um das Gelände erstmals über einen längeren Zeitraum zu nutzen. Auch mit den Betreibern des Restaurants sei Einvernehmen erzielt worden. Schließlich gibt es im „Romance“ Hochzeitsgesellschaften.

Die Sommerbühne werde dem Lokal sicher nicht zum Schaden gereichen, weiß Kay Kruppa, dass das Theater ein Frequenzbringer sondergleichen ist. So berichtet er von den gastronomischen Betrieben in Kirchweyhe. Die Betreiber fragten schon nach dem nächsten Sommertheater, er könne das auch für dieses Jahr bestätigen, allerdings werde die Bühne in Thedinghausen aufgebaut.

Das Freiluftpublikum kann sich darüber hinaus an zahlreichen Buden mit Speisen und Getränken laben, informiert Patrick Kuhlmann, Assistent der Geschäftsführung und Theatermusiker.

Auch wenn es Sommertheater heißt und es um „Sonne, Sand und Sylt“ geht – in unseren Breiten ist Regen bekanntlich nie auszuschließen. Die unüberdacht sitzenden Gäste sollten sich darum zur Sicherheit Capes mitbringen, empfiehlt Kay Kruppa. Gleichwohl: „Wir haben Sonne bestellt.“

Der Intendant, der eigenen Angaben zufolge früher seinen Wehrdienst in Achim geleistet hat und am Schloss achtlos vorbei nach Weyhe gefahren ist, freut sich auf jeden Fall schon auf den „Theatersommer vorm Schloss“ (so das Motto): „Ich habe da total Bock drauf.“

Eintrittskarten

Karten gibt es ab sofort ausschließlich beim Weyher Theater unter 04203/43 900 oder www.weyher-theater.de. Der Eintritt für „Urmel aus dem Eis“ kostet 12 Euro für Kinder beziehungsweise 16 Euro für Erwachsene. Vorstellungen sind am 13. und 14., 20. und 21., 27. und 28. Juli um 16 Uhr. Für eine Karte für „Sonne, Sand und Sylt“ zahlen Gäste ab 30 Euro. Vorstellungen sind am 8. bis 10., 15. bis 17., 22. bis 24. und 29. bis 31. Juli; freitags und samstags um 19.30 Uhr, sonntags um 15 Uhr.

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