Weiter Krippe ist gerichtet

Richtfest der Kindergarten-Krippe in Riede

Für die Richtkranz-Zeremonie kletterten Ratsmitglieder, Bürgermeister, Zimmerleute, Architekt und Kindergartenleiterin auf das Flachdach zwischen den beiden Krippenanbauten. Ronald Künzel, Werner Hasemann, Harald Lochte, Claas Kiesewetter, Joachim Mohrmann, Meike Lange, Uwe Krause, Lars Neddermann, Harald Hesse und Jürgen Winkelmann sind von links nach rechts zu sehen.

Riede - „Die Wände hoch, der Dachstuhl steht. Man denkt, wie es wohl weiter geht? Nagel, Hammer, ein guter Spruch. Vom Glück bekommt man nie genug. Seid mit dabei, kommt alle her, es ist Richtfest, wir freuen uns sehr!“

Dieser Einladungsspruch der Gemeinde zum Richtfest der neuen Kindergarten-Krippe in Riede lockte am Donnerstagnachmittag zahlreiche geladene Gäste und Schaulustige an. Geselle Lars Neddermann von der Syker Zimmerei und Bedachungsfirma Ball nagelte den Richtkranz an und trug dazu gekonnt die Verse vor.

Ein Luftballon mit ungezählten Papierschnitzeln knallte dann in tausend Stücke. Und der Applaus der Kinder, Eltern, Nachbarn und weiteren Besuchern auch aus der Verwaltung schallte laut über das Gelände.

Bürgermeister Jürgen Winkelmann hieß alle Besucher herzlich willkommen, und Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse freute sich: „Dieses ist eine echte Gemeinschaftsleistung der Gemeinde Riede und der Samtgemeinde. Ich bin guter Dinge, dass wir richtig geplant haben, und wir geben damit Riede ein zukunftsfähiges Gesicht.“

Kindergartenleiterin Meike Lange lud zu Essen und Trinken ein und dankte den Eltern für die großzügigen kulinarischen Spenden.

Beim Erweiterungsbau des Kindergartens für die Tagesbetreuung von unter Dreijährigen handelt es sich um ein Holzständerwerk mit Verblender. Die Erweiterung ist für zwei Krippengruppen gedacht. Jede verfügt über einen Raum von 46 Quadratmetern, einen Schlafraum, Sanitärraum und einen Garderobenbereich.

Mit dem gemeinschaftlichen Verbindungsflur zum bestehenden Gebäude, dem Mitarbeiterraum und kleineren Nebenräumen hat der Erweiterungsabschnitt eine Nutzfläche von rund 280 Quadratmetern. Kosten des Bauvorhabens: 660.000 Euro. Bauherren sind die Gemeinde Riede sowie die Samtgemeinde Thedinghausen. Die Krippen-Kinder werden ab dem Herbst die neuen Räume nutzen können.

Das Architekturbüro Künzel, Pohl + Partner aus Wildeshausen hatte die Planung geliefert, und Bauleiter Carsten Garlich begleitet das Projekt.

Vor etwa zwei Jahren hatte eine nicht erwarteter Zusatzbedarf an Plätzen für die Kleinen zu Engpässen im Kindergarten Riede geführt. Es musste schnell gehandelt werden. Samtgemeinde- und Gemeinderat mit ihren Ausschüssen einigten sich zunächst über das Aufstellen einer geräumige Wohncontaineranlage auf dem Parkplatz neben dem Kindergarten, die am 15. September 2014 bezogen wurde. Man wollte damit ganz im Sinne der Eltern auch verhindern, dass Kinder aus Riede in andere Kindergärten der Samtgemeinde geschickt werden mussten.

Es war aber klar, dass die schnelle Lösung nur eine Übergangslösung sein konnte, ein Provisorium für eine begrenzte Zeit. Diese 14 Wohncontainer haben nun bald ausgedient.

Der Rieder Kindergarten selbst war schon im Jahre 1973 als Neubau seiner Bestimmung übergeben worden. - jb

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