Drei-Millionen-Projekt an der Bahnhofstraße soll bis Ende August verwirklicht sein

28 Waldheim-Wohnungen: Erst ins Erdreich

So wird das Gebäude für 28 Bewohner und Betreuungskräfte gemäß der Skizze des Bremer Architektenbüros Haslob, Kruse+Partner aussehen.

Thedinghausen - Doppelzimmerbelegung bei den zumeist geistig beeinträchtigten Bewohnern ihrer Einrichtungen möchte die Stiftung Waldheim in Cluvenhagen nach und nach zahlenmäßig abbauen, da sie als nicht mehr zeitgemäß gilt.

Auch deshalb und wegen des allgemein gestiegenen Bedarfs in dem Bereich wird zusätzlicher Wohnraum geschaffen – wie jetzt an der Bahnhofstraße in Thedinghausen. Die vorbereitenden Arbeiten für den zweigeschossigen Gebäudekomplex am früheren Standort eines alten Bahnhofsgebäudes haben unübersehbar begonnen.

Zunächst wurde von den Baggern jede Menge Erdreich bewegt, um die Baufläche freizuschieben. Die Firma Schröder aus Scholen bewältigt diese Tiefbauarbeiten.

Die umfangreichen Erdarbeiten für den zweigeschossigen Bau der Waldheimstiftung haben an der Bahnhofstraße in Thedinghausen unübersehbar begonnen . - Foto: Laue

28 Wohneinheiten insgesamt werden wie berichtet in dem Neubau Platz finden. Eine umfasst jeweils 16 bis 18 Quadratmeter. Bewohner aus Cluvenhagen ziehen nach Thedinghausen um, aber es gibt auch Interessenten aus der Samtgemeinde selbst und zum Beispiel aus Weyhe. Das berichtete Carl Georg Issing vom Vorstand der Stiftung Waldheim auf Nachfrage dieser Zeitung. Ganz überwiegend seien die Bewohner soweit selbständig, dass sie tagsüber in Waldheim-Werkstätten arbeiten, sich auch um ihre Zimmer kümmern, sich zum Teil selbst versorgen und natürlich auch das Alltagsleben im Ort kennen lernen können.

Geplant ist ein Zusammenleben in vier Wohngemeinschaften, für die jeweils entsprechende Betreuungskräffe zuständig sind. Platz für eine angemessene Grünanlage bleibt auf dem Grundstück ebenfalls noch.

Der Rohbau dürfte laut Issing Anfang August stehen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist zum Ende des gleichen Monats geplant. Alles in allem kostet das Vorhaben etwa drei Millionen Euro.

Ein ganz ähnliches Gebäude wird in Langwedel gebaut und vom gleichen Architektenbüro konzipiert. Weil es um eine Menge öffentlicher Gelder geht und die begrenzt sind, verzögert sich dieses Projekt laut Architekt Marc Auda aus Bremen aber um rund ein Jahr. Es werde nach Abschluss der Arbeiten an der Thedinghauser Bahnhofstraße in Angriff genommen. 

la

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