Mitglieder einigen sich auf Satzungsänderung und reduzierten Vorstand

GDS wagt wichtige Weichenstellung

Aufmerksam und aktiv verfolgten die Mitglieder die Diskussionspunkte um den Fortbestand der GDS. - Foto: Behr

Thedinghausen - Zu einem schwierigen Unterfangen traf sich die „Gemeinschaft der Selbstständigen in der Samtgemeinde Thedinghausen“ (GDS), am Dienstagabend im Gasthaus Schröder. Es sollte ein neuer Vorstand gewählt werden, da das Gremium zurzeit nur kommissarisch im Dienst steht. Falls sich keine neuen Kandidaten, darunter ein erster Vorsitzender, finden ließen, drohe der GDS die Auflösung, hieß es in der außerordentlichen Versammlung

Eingangs begrüßte Hans-Ludwig Durka als kommissarischer zweiter Vorsitzender mehr als 30 (von 86) Mitglieder, darunter SamtgemeindeBürgermeister Harald Hesse. Marktmeister Thomas Wendt ging in einem Rückblick zunächst auf den Thänhuser Markt ein („Wieder einmal ein Super-Event mit überwältigendem Besuch“). Er kritisierte jedoch, dass einige Stände am Samstagvormittag zur Markteröffnung noch nicht in Betrieb waren. Zur Sicherheitslage erklärte er, dass es keine besonderen Vorkommnisse gegeben habe und ergänzte: „Der Thänhuser Abend am Donnerstag war ein Supererfolg!“

Anschließend schilderte Durka noch einmal die prekäre Situation der GDS und fragte in die Runde: „Gibt es Personen unter den Anwesenden, die im Vorstand mitarbeiten möchten?“ Das war nicht der Fall, woraufhin Rechtsanwalt Berthold von Hollen an die Versammelten appellierte: „Wir müssen aus diesem Stimmungstief raus.“ Zudem zeigte er eine Möglichkeit auf, der Liquidation aus dem Weg zu gehen: „Es ist möglich, eine neue Mitgliederversammlung einzuberufen, in der eine Satzungsänderung vorgenommen wird und ein verkleinerter Vorstand von drei Personen gewählt wird, um weiterzuarbeiten.“

Dieser Vorschlag löste eine große Diskussion aus. Der ehemalige Vorsitzende Martin Thöle kritisierte das fehlende einheitliche Auftreten, die GDS müsse sich mit einer klareren Identität in der Öffentlichkeit präsentieren. Mit dem Prinzip Interessenvertretung der Mitglieder sei man ausgelastet, hingegen gehöre der Thänhuser Markt nicht zu den Aufgaben der GDS.

Andreas Wulf hielt dagegen, dass der GDS-Vorgänger VHHG (Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe) den Markt bereits erfolgreich organisiert hatte und dies von der GDS übernommen wurde. Man habe festgestellt, dass zahlreiche Mitgliederveranstaltungen nicht angenommen wurden, zum Beispiel Stammtische, Tannenbaumschlagen, Schulungsaktionen und mehr, so Ute Wulf.

Die Frage „Soll der Thänhuser Markt bei der GDS bleiben?“ wurde klar positiv bekundet. Andreas Wulf warnte auch vor einem kommerziellen Veranstalter, denn „dann wird kaum jemand von uns dabei sein, da zum Beispiel die Standgebühren sehr hoch sein würden“.

Unter den vielen Gedankenspielen und Visionen, die an diesem Abend diskutiert wurden, kam auch die Frage auf, ob man gar einen neuen Verein gründen solle. Es lag allerhand Zündstoff in der Luft.

Samtgemeinde-Bürgermeister Harald Hesse: „Die Gemeinde hat großes Interesse daran, dass die GDS bestehen bleibt und nicht alles über Bord gekippt wird, was in den letzten Jahren erfolgreich erarbeitet und organisiert wurde. Denn die Verwaltung kann hier nicht einspringen.“

Schließlich kam es zur Abstimmung mit dem Ergebnis: Große Mehrheit für eine neue Mitgliederversammlung mit Satzungsänderung und Reduzierung auf drei Vorstandsmitglieder. Diese sollen sich auf die Interessenvertretung, als Ansprechpartner für Probleme, Kontakte zur Gemeinde und Gremien sowie Veranstaltungen, wie etwa Thänhuser Markt, Laternenzauber und Frühlingserwachen, fokussieren. 

jb

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