Von existenzieller Bedeutung

Arbeiten am Intscheder Schöpfwerk sollen bis Ende 2021 beendet sein

Friedlich schlummert die Emte in ihrem Bett. Doch das ist nicht immer so. Um größere Wassermengen in die Weser pumpen zu können, sind Schöpfwerke unverzichtbar. Das in Intschede wird gerade generalüberholt.
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Friedlich schlummert die Emte in ihrem Bett. Doch das ist nicht immer so. Um größere Wassermengen in die Weser pumpen zu können, sind Schöpfwerke unverzichtbar. Das in Intschede wird gerade generalüberholt.

Intschede – Wenn die Weser Hochwasser führt, kann das Wasser aus dem Binnenland nicht mehr in den großen Fluss abfließen. Schließlich fließt Wasser nicht bergauf, auch der Deich ist im Ernstfall geschlossen und ein Hindernis.

Für solche Fälle sind vom zuständigen Mittelweserverband mehrere Schöpfwerke errichtet worden, mit deren Hilfe die Fluten aus dem Hinterland in die Weser gepumpt werden.

Dazu Verbandsingenieur Thomas Henrichmann: „Die Betriebssicherheit der Schöpfwerke ist von existenzieller Bedeutung für den Schutz vor Überschwemmungen für alle Orte in der Umgebung.“

Zum Hintergrund: Insgesamt schützen die Funktionseinheiten Deich/Schöpfwerke in den Landkreisen Verden (Samtgemeinde Thedinghausen), Nienburg und Diepholz im Verbandsgebiet etwa 50 000 Hektar vor Überschwemmungen. Von den 52 Kilometern Weserdeich liegen 32 in der Samtgemeinde Thedinghausen. Der Mittelweserverband mit Sitz in Syke ist auch für alle kleineren Gräben und Zuflüsse, beispielsweise Eyter und Emte, zuständig. Betreut werden rund 1000 Gewässerkilometer.

Bei der Modernisierung des Schöpfwerks wird auch die dritte Pumpe erneuert.

Ein Schöpfwerk steht in Intschede. Das Anfang der 1960er-Jahre errichtete Bauwerk ist in die Jahre gekommen und wird deswegen in diesen Tagen aufwendig saniert. Nachdem in den Vorjahren bereits zwei Pumpen generalüberholt worden sind, ist nun die dritte dran, die ebenfalls über eine enorme Leistung verfügt. Sie schafft 2,5 Kubikmeter die Sekunde. Zum Vergleich: Allein mit dieser einzigen Pumpe könnte ein Schwimmbecken mit Olympia-Ausmaßen in weniger als drei Stunden gefüllt werden.

Zu dieser Pumpen-Überholung kommen diverse weitere Arbeiten im Innen- und Außenbereich. Am deutlichsten dürfte die neue Fassade ins Auge fallen. Nachdem die alte Außenhaut entfernt worden ist, wird die neue Außenhaut in Moosgrün erstrahlen. Dazu kommen weitere umfangreiche Betonarbeiten.

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Außerdem wird das bisherige anfällige Flachdach durch ein Pultdach ersetzt. Erneuert werden unter anderem zudem die Rechenreinigung, die komplette E-Anlage inklusive Fernsteuerung und -überwachung sowie die technische Ausstattung mit Blick auf die Arbeitssicherheit, beispielsweise Geländer und Steigleitern. Außerdem wird der Außenbereich neu gepflastert und mit einem neuen Zaun eingefriedet.

Die Arbeiten sollen Ende des Jahres beendet sein. Insgesamt kostet die Maßnahme rund 1,2 Millionen Euro, wobei rund 63 Prozent dieser Summe über verschiedene Fördertöpfe (Bund, Land, EU) mitfinanziert werden.

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