Vom Flaschenklavier ins Nostalgiestübchen

Viele Besucher im Haus der Vielfalt in Blender-Oiste

Gäste im Haus der Vielfalt
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„Wie bei Oma“ Kuchen essen und sich vom Erlebnisgarten anregen lassen, das können die Gäste im Haus der Vielfalt.

Oiste – Das Haus der Vielfalt in Blender-Oiste ist ein Unternehmen, dessen Name Programm ist – für Kinderbetreuung oder die Gestaltung einer Feier, für kleine Konzerte oder Ausflüge mit der Familie. Oder ob man jemanden sucht, der „mal eben...“ etwas erledigen kann, oder sich selbst engagieren möchte – im Haus der Vielfalt sind alle richtig.

Seit zwei Jahren laufen die einzelnen Projekte, aber Corona hatte eine öffentliche Präsentation bisher noch nicht möglich gemacht. Das änderte sich jetzt am Wochenende. „Wir haben in den letzten Monaten viel gearbeitet, gebastelt und gewerkelt, um für diesen Tag gerüstet zu sein“, zeigte sich Katharina Wehrkamp, Vorstandsmitglied des Hauses, glücklich.

Äußerst gut besucht war nach der Auszeit die Auftaktveranstaltung. Es ist etwas Neues auch im Hinblick auf Kultur und Tourismus in der Region entstanden. Das schöne sommerliche Wetter spielte dem Besucherinteresse an dem installierten Klang- und Erlebnisgarten zusätzlich in die Karten.

Im Nostalgiestübchen finden sich viele Erinnerungen an Omas überlieferte Küchenkünste

An der Station Flaschenklavier konnten mit Wasser gefüllte Weinflaschen mit verschiedenen Klöppeln angeschlagen und den Gefäßen melodische Töne und Klänge entlockt werden. Um Klang ging es auch an der nächsten Station: Blech im Wind. Durch Anschlagen der Bleche erzeugten die Besucher Schwingungen und Töne ganz verschiedener Natur, je nach Material, Klöppel und Anschlaghärte. Verschieden waren auch die Geräusche an der alten Fahrradfelge, die mit allerhand Gegenständen dekoriert war. Sie veränderten sich im Verlauf des Drehprozesses, je nachdem, mit wie viel Schwung gedreht wurde.

Mal hart, mal weich, mal spitz, mal flauschig war das Gefühl beim Betreten der verschiedenen Bodenbeläge auf dem Barfußpfad. Mit geschlossenen Augen ließen sich die verschiedenen Untergründe aber auch mit Schuhwerk bewusst ertasten.

Das Kochtopfschlagzeug lädt die Besucher zum klanglichen Experimentieren ein.

„Ich bin überwältigt von der großen Besucherresonanz“, sagte Katharina Wehrkamp glücklich. Die viele Mühe und Arbeit im Vorfeld habe sich mehr als gelohnt. Verteilt über den großen Garten waren zwischen den einzelnen Stationen im Schatten der vielen Bäume Ruhe- und Sitzplätze eingerichtet, an denen die Abstände gut eingehalten werden konnten.

Eine weitere Idee präsentierte das Haus der Vielfalt nun mit dem Oister Nostalgiestübchen. Dieser Ort mit dem Café „Wie bei Oma“ hat nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern eine Vielzahl an nützlichen Utensilien aus Großmutters Zeiten zu bieten. Hier findet sich auch „Omas Hausapotheke“, und Interessierte erfahren, wie Heilmittel selbst hergestellt werden können. „Um dieses und vieles mehr erleben zu können, sprechen Sie uns einfach an“, lädt Katharina Wehrkamp ein.

Der nächste Termin im Haus der Vielfalt steht schon morgen an. Wer in gemütlicher Runde frühstücken, klönen, spielen, handarbeiten oder einfach in Gesellschaft sein möchte, kann dabei sein. Dieser Morgentreff bietet Gelegenheit, sich in geselliger Runde auszutauschen, „und es kommt zur Sprache, was interessant ist und beschäftigt, was inspiriert und diskutiert werden will“, so Katharina Wehrkamp. Der Treff ist immer dienstags von 9 bis etwa 11 Uhr. Entstehende Kosten werden durch eine Spende ins Sparschwein beglichen.  ha

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