Ausstellung mit Exponaten im Schaufenster des Rieder Kfz-Meisterbetriebes Ulrich Koch / Spendenaufruf

Viele Infos über Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Im Schaufenster des Kfz-Meisterbetrieb Koch in Riede wird eine Ausstellung der DGzRS präsentiert - links Thorsten Neumann, rechts Bernd Anders.
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Im Schaufenster des Kfz-Meisterbetrieb Koch in Riede wird eine Ausstellung der DGzRS präsentiert - links Thorsten Neumann, rechts Bernd Anders.

Riede – Bernd Anders aus Riede, ehemaliger Geschäftsführer (heute im Ruhestand) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in der Zentrale Bremen, konnte Thorsten Neumann vom DGzRS-Event-Team gewinnen, eine Ausstellung mit Exponaten über die Arbeit der Seenotretter einzurichten.

Dafür stellte Ulrich Koch, Inhaber des Kfz-Meisterbetriebes sein Schaufenster an der Bremer Straße 56 in Riede zur Verfügung. Dafür ist die DGzRS sehr dankbar, um der Öffentlichkeit einmal zeigen zu können, welche Dienste geleistet werden. Wie Bernd Anders und Thorsten Neumann in einem Gespräch mitteilten, wird die Ausstellung bis Anfang Januar 2021 zu besichtigen sein. Für die Gemeinde Riede durchaus interessant, dass unter der Postleitzahl 27339 insgesamt 27 Förderer und Spender registriert sind.

Zum Hintergrund: Auf Nord- und Ostsee haben in diesem Jahr die Besatzungen der rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote von Januar bis Oktober 1 605 Einsätze gefahren, etwa 400 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dennoch halfen sie dabei annähernd gleich vielen Menschen, rund 3 400. Allein 350 von ihnen wurden aus Seenot oder Gefahr befreit.

Seit Gründung der DGzRS vor 155 Jahren zählt die Statistik gut 85 500 Gerettete. Sie kamen zahlreichen Fischereifahrzeugen und ihren Besatzungen zur Hilfe, waren mehrere Male für Offshore-Windparkversorger, Seeleute von Handelsschiffen oder Passagieren von Fahrgastschiffen im Einsatz. Auch viele Wassersportler und Küstenbewohner konnten sich auf die schnelle Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen.

Nun hat die rauere Jahreszeit begonnen, das Wetter auf See wird wieder schlechter. „Erst am vergangenen Wochenende retteten die freiwilligen Seenotretter der Station Travemünde drei Menschen nach Kenterung ihres Bootes stark unterkühlt aus der 13 Grad kalten Ostsee“, erzählten Bernd Anders und Thorsten Neumann.

Es sind 1 000 Seenotretter, davon 800 Freiwillige, rund um die Uhr einsatzbereit, bei jedem Wetter. Die Modernisierung der Rettungsflotte schreitet weiter voran. 2020 und 2021 lösen insgesamt zehn neue Einheiten ältere Seenotrettungskreuzer und - boote ab.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie waren in den vergangenen Monaten weniger Schiffe auf Nord- und Ostsee unterwegs. Auch die diesjährige Wassersportsaison begann verspätet. Beides macht sich in der jüngsten Einsatzstatistik der Seenotretter bemerkbar.

„Rette mit, wer kann. Spende mit, wer kann“, lautet der Slogan, denn zum Jahresende hoffen die Seenotretter auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. In diesen Wochen wenden sie sich wieder verstärkt an die Öffentlichkeit, um über ihre Arbeit zu informieren, die Menschen um Unterstützung zu bitten und neue Förderer zu gewinnen. Sie sind auf die Unterstützung der breiten Bevölkerung angewiesen. Hier das Spendenkonto:

Sparkasse Bremen IBAN: DE 36 2905 0101 0001 0720 16 BIC:SBREDE22.

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