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Viele helfende Hände beim Aufräumtag in der Samtgemeinde Thedinghausen

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Von: Philipp Köster

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Die Freiwilligen Helfer in Morsum
Bei der großen Samtgemeinde-Aktion für eine saubere Landschaft haben in Morsum und in allen Ortschaften auch viele Kinder mitgemacht. © Albrecht

Samtgemeinde – Nicht nur – wie berichtet – in Riede und Felde haben sich die Bürgerinnen und Bürger um eine saubere Landschaft gekümmert. In allen Ortschaften der vier Gemeinden schwirrten am Samstag Hunderte aus, um die Feldraine und Seitenräume, die Gehwege und Rabatten von dem Unrat zu befreien, der sich in den vergangenen Jahren angesammelt hatte.

Auch im Grundzentrum wuselten die Freiwilligen herum, wie Samtgemeindebürgermeisterin Anke Fahrenholz erfreut zur Kenntnis nahm, nachdem das Putz-Echo im Kernort Thedinghausen bei den vergangenen Tagen der sauberen Landschaft doch überschaubar geblieben war.

Im Folgenden ein kleiner Überblick, der angesichts der Größe der Samtgemeinde keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Die Helfer in Beppen
Die freiwilligen Helferinnen und Helfer in Beppen © privat

Drei Jahre fand die Aktion nicht statt oder nur auf private Initiative. Die Verwaltung hatte die Aktion ein bisschen koordiniert, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauhöfe stellten mit Anhängern technisches Gerät zur Verfügung. Im Kernort Thedinghausen waren am Sonnabendmorgen Feuerwehr, Familien und Personen zum Sammeln gekommen. Anke Fahrenholz hatte ordentlich die Werbetrommel gerührt und war sehr erfreut über die Resonanz. Verwaltungsmitarbeiterin Maren Jacobsen verteilte die Müllsäcke und Einweghandschuhe, während Bauhofleiter Kai Hübner die Straßen anhand von kleinen Ortskarten markiert hatte, wo die Personen oder Gruppen sammeln sollten. Wie an anderen Orten standen nach getaner Arbeit Getränke und ein kleiner Imbiss als Belohnung und Dankeschön der Gemeinde Thedinghausen auf dem Programm.

Die Müllsammlerinnen und -sammler in Holtum-Marsch
Die Müllsammlerinnen und -sammler in Holtum-Marsch © Hans-Hermann Westermann

In Morsum und Ahsen-Oetzen waren die Straßen schon nach zwei Stunden abgelaufen und gereinigt vom Müll – so groß war die Beteiligung an Personen. „Eine Radkappe haben wir gefunden. Sonst nichts Großes. Papier und Verpackungsmaterial, ein paar Dosen“, blickte Heiner Meyer als Vorsitzender der Morsumer Geflügelzüchter in seinen Müllbeutel, der deutlich weniger befüllt war als in anderen Sammeljahren. „Es gibt aber auch wohl Stellen, wo etliche leere Flachmänner entsorgt werden“, sagte Ortsbrandmeister Stefan Möhle kopfschüttelnd. Die Stellen wollte er nicht verraten. Die größte Menge an Müll kam tatsächlich im Gewerbegebiet in Morsum zusammen. Dort war der kleine Autoanhänger voll mit blauen Beuteln.

Anwohnerinnen und Anwohner des Bahnhofsquartiers in Thedinghausen mit ihren „Errungenschaften“
Anwohnerinnen und Anwohner, unter anderem vom Waldheim-Wohnheim, aus dem Bahnhofsquartier in Thedinghausen mit ihren „Errungenschaften“. © Carsten Jung

In Holtorf waren Heinfried Maahs und einige Dorfbewohner unterwegs und berichteten ebenfalls über wenige Funde. Jedenfalls wurden nach der Rückkehr der Sammler die Müllbeutel auf Anhängern des Bauhofes gesammelt. Oder wie in Thedinghausen von den Bauhofleuten von den Straßenrändern eingesammelt.

In Wulmstorf war die Aktion durch den Dorfverein noch mit Beetpflege, Kraut zupfen und Anpflanzungen gekoppelt. „Wir haben richtig was geschafft, und es war echt schön, mal wieder die Sonne zu genießen, dabei ein bisschen zu schnacken und zum Abschluss die Suppe von Ines zu genießen“, sagte Dorfvereins-Vorsitzender Thomas Metz.

Noch mal zurück nach Thedinghausen: Dort sorgte eine Gruppe von Anwohnern der Bahnhofstraße, einige Mitglieder der Unabhängigen Bürgerliste sowie Bewohnerinnern und Bewohner des Wohnheims der Stiftung Waldheim gemeinsam entlang der Bahnhofstraße, auf dem Bahnhofsgelände, dem Skaterplatz und der Zuwegung zum Edeka Markt für Ordnung. In knapp zwei Stunden wurden viele Säcke an Müll zusammengetragen. „Neben massenhaft Plastikverpackungen, zahlreichen zerbrochenen Glasflaschen, Taschentüchern und Unmengen von Zigarettenstummeln wurden auch Masken und sogar alte Autoreifen gefunden und entsorgt“, berichtet Carsten Jung von der UBL. Der Eifer beim Müllsammeln sei groß gewesen, insbesondere bei den Bewohnern der Stiftung Waldheim, dass man sich schon spurten musste, um rechtzeitig zum Rathausplatz zur Stärkung mit Brötchen und Getränken zu kommen. Eine Belohnung für die Kinder war laut Jung zudem, dass die Feuerwehr ihre Fahrzeuge zum Bestaunen bereitgestellt hatte.

Auch in Holtum-Marsch waren Freiwillige unterwegs. Der Schützenverein suchte mit zwölf Aktiven die Wegesrändern ab und fand Flaschen, Verpackungen, Schutzmasken, alte Reifen, und sogar einen Innenflokati aus einem Auto. Die Einster und Hiddestorfer hatten das Gesammelte schon zur Feuerwehr nach Blender gebracht, wo ein Anhänger vom Bauhof stand. Sie kamen dann zum Grillen nach Jerusalem. Zahlreiche Einster Kinder waren bei der Aktion ebenso mit dabei, was viele freute. Fazit: Es war erfreulicherweise nicht ganz so viel Müll vorhanden wie aus den Zeiten vor Corona gewohnt.

In Beppen traf sich ebenfalls eine große Anzahl von Beppener Bürgern, Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und des Schützenvereins zum gemeinsamen Müll sammeln. Nach dem Motto: „Viele Hände, schnelles Ende“ war man laut Heinz von Hollen relativ schnell fertig. Bereits im Vorfeld hatte sich der Anwohner des Beppener Schützenhauses, Günther Holle bereit erklärt, seinen Grill anzuheizen. Dort gab es nach getaner Arbeit dann Bratwurst und Erfrischungsgetränke für alle.  ha, hhw, pk

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