Riede feiert Erntefest / Vier junge Tanzgruppen und Umzug begeistern / Mahnende Worte des Landrats

Viel Spaß rund ums toll gebundene Schmuckstück

Die Kranzbinder präsentierten ihre tolle Erntekrone und wussten dabei Landrat Peter Bohlmann, der vor 30 Jahren für kurze Zeit in Riede gewohnt hatte, an ihrer Seite.

Riede - Von Joachim Behr. Die Sonne wollte am Samstagnachmittag nicht so recht mitspielen, aber immerhin hielt sich der zum Start des Festumzugs einsetzende Regen in Grenzen. Das Erntefest, veranstaltet vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Riede, lockte am Wochenende erneut zahlreiche Besucher an.

Am frühen Nachmittag bot bereits die Kirchengemeinde bereits ein Kuchenbüfett im Zelt auf dem Schützenplatz an, während die ersten Festwagen draußen Aufstellung. nahmen. Und weit mehr als 100 Besucher wollten hautnah miterleben, als die Kranzbinder samt dem Erntepaar Nele Kreutzgrabe und Thore Janßen ihre Erntekrone präsentierten. Der Posaunenchor Riede-Thedinghausen sorgte für die musikalische Untermalung, begann mit „In der Lüneburger Heide“. Dazu klapperten die beiden Störche hoch oben in ihrem Nest im „Takt“.

Auf dem Festplatz war der DRK-Ortsverein Riede-Felde mit einer großen Hüpfburg und einem Infostand mit Glücksraddrehen für Kinder präsent, in einem großen Container mit Sand konnten die Mädchen und Jungen ordentlich buddeln. Eis sowie Grillwurst und Pommes gab es ebenfalls.

Die „Tutto Bande“ aus dem Hort Riede hatte das Zelt mit bunten, selbst gemalten Bildern geschmückt. Es herrschte bereits eine tolle Stimmung, als Hermann-Dieter Schröder, Vorsitzender des Feuerwehr-Fördervereins, alle Gäste willkommen hieß, dieses traditionelle Fest zu feiern: „Viele Stunden wurden geleistet, aber es geht ja um unser Dorf.“

MTV-Übungsleiterin Martina Jeck hatte mit den vier jungen Tanzgruppen „Kolibris“, „Grashüpfer“, „Smarties“ und „Indianer“ Tänze eingeübt. Für ihre Darbietungen ernteten die Lütten rauschenden Beifall von den vielen Besuchern. Landrat Peter Bohlmann schwärmte in seiner Festansprache: „Eine tolle Aufführung, alles lief wie eine Eins.“ Bohlmann, der früher zwei Jahre in Riede gewohnt hatte, schlug aber auch ernste Töne an: „Wir leben in einem Land voller Verschwendung und Überschuss, ein Drittel der Lebensmittel landen in der Tonne – ein großes Problem.“

Die Kranzbinder forderten anschließend die Erntekrone, die sich unter einer Plane versteckt hatte, heraus. Zum Vorschein kam zunächst ein „wilder kleiner Strauß“. Dann aber stand es im Blickpunkt aller Gäste, das toll gebundene Schmuckstück mit vielen Getreidesorten, Blumen, Äpfeln und leuchtenden Sonnenblumen sowie einem Kürbis.

Dann startete, begleitet von der Feuerwehr als Verkehrssicherung, der lange Festumzug mit 21 fantasievoll dekorierten Festwagen. Kurz darauf reihten sich noch zwei weitere Wagen aus Osterholz-Gödestorf-Falldorf-Schnepke und Schwarme ein. Manche Anwohner entlang der Strecke durchs Dorf hatten zur Freude der Umzugsteilnehmer ihre Einfahrten und Gärten dem Anlass entsprechend geschmückt.

Die Erntekrone wurde nach der Tour im Festzelt unter das Dach gezogen. Das Erntepaar Nele und Thore trug das Erntegedicht vor und schloss dieses mit den Worten: „Wir wollen trinken und auch lachen und uns schöne Stunden machen!“

Darauf folgte der nahtlose Übergang zum Festball, ein DJ-Team sorgte für viel Stimmung unter den Gästen bis spät in die Nacht hinein. Am Sonntagmorgen luden Pastorin Birgit Bredereke und die evangelische Kirchengemeinde Riede zum Erntedankgottesdienst im Festzelt ein. Dabei wirkte auch der Posaunenchor mit. Anschließend bat der Feuerwehr-Förderverein zum gemütlichen Frühschoppen.

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