Harald Dürkoop erhält Ehrenamtszertifikat des Landessportbundes Niedersachsen

Vereinsheld

Eine außerordentliche Ehrung im TSV Emtinghausen - von links: Heinz-Hermann Meyer, Maria Wicke, Heidi und Harald Dürkoop sowie Ralf Ginnow.
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Eine außerordentliche Ehrung im TSV Emtinghausen - von links: Heinz-Hermann Meyer, Maria Wicke, Heidi und Harald Dürkoop sowie Ralf Ginnow.

Emtinghausen – Er wurde kalt erwischt: Harald Dürkoop vom TSV Emtinghausen, ein überaus aktiver und beliebter Übungsleiter in der Sparte Tennis. Am Sonntagvormittag hieß es auf dem TSV-Tennisplatz: „Ehrenamt überrascht“.

Zahlreiche aktive Spieler und Spielerinnen, TSV-Vorsitzende Maria Wicke, Spartenleiter Heinz-Hermann Meyer und Ralf Ginnow, stellvertretender Vorsitzender der Vereinsentwicklung des Kreissportbundes Verden, begrüßten den 75-jährigen ahnungslosen Supersportler Harald Dürkoop, der vom TSV für diese seltene und besondere Aktion nominiert wurde.

Heinz-Hermann Meyer ging in einer Laudatio auf die verschiedenen sportlichen Stationen Dürkoops ein. Er begann damit, dass im Jahr 1945 Deutschland durch den 2. Weltkrieg in Schutt und Asche lag. Aber es gab auch Lichtblicke: Es wurden zwei Kinder geboren, die später als Sportler von sich reden machen sollten. „Der eine war Franz Beckenbauer und der andere war unser Harald. Ich habe dich leider nie in einem Fußballspiel gesehen, aber alle redeten immer über deine Klasse als Libero oder als Spielgestalter. Zum Glück bist du nicht zum FC Bayern gewechselt, sondern uns in Niedersachsen erhalten geblieben.“

Während seiner Bundeswehrzeit hatte Harald Dürkoop in Gifhorn Fußball gespielt, sein nächster Weg führte ihn zum TSV Schwarme, dort spielte er einige Jahre auf Bezirksebene. Und dann folgte sein sportliches Finale, er ging zum Tischtennis nach Emtinghausen. Dort hatte er mit Ehefrau Heidi ein Haus gebaut. Harald gehörte zur erfolgreichen TT-Mannschaft, die so manche Titel für Emtinghausen holte. Tischtennis wurde seine Leidenschaft.

1985 trat er in die neu gegründete Sparte Tennis ein und wurde in kurzer Zeit zum wichtigen Bestandteil der noch jungen Abteilung. Allerdings kamen in den ersten Jahren die Mannschaften nicht über die Kreisebene hinaus, zahlten häufig Lehrgeld.

Aber dann folgte die Bezirksebene. 2009 schafften die Herren55 mit Harald als Kapitän den Aufstieg in die Verbandsklasse. Der Ausnahmespieler leistete stets seinen Beitrag zu den Erfolgen, er errang viele Titel in den Jahren. Besonders zeichnet ihn aber auch Fairness, Bescheidenheit und Freundlichkeit –  also Sportsgeist – aus.

Ab 2007 begann er mit dem Kinder- und Jugendtraining, seinen Friseursalon in Bremen hatte er aufgegeben. Schnell schlossen die Kinder ihn ins Herz. Auch in der Organisation und Durchführung der Ferienkiste war er dabei. In der Grundschule Riede gab er Trainingseinheiten.

Laudator Heinz-Hermann Meyer abschließend: „Zum Tennis in Emtinghausen gehörst du einfach dazu, danke für die ehrenamtliche Arbeit in vielen Funktionen und Dank an deine Ehefrau Heidi, die oft, besonders an Wochenenden, auf dich verzichten musste.“

Es folgte rauschender Beifall. Ralf Ginnow vom KSB Verden erklärte: „Ehrenamt ist wichtig, sonst läuft kein Verein. Ehrenamt bedeutet freiwilliges Engagement, denn ohne dem läge das gesellschaftliche und sportliche Leben von heute und morgen brach. Durch Engagement eines Einzelnen wird das Erleben der Gemeinschaft erst möglich. Und diese Eigenschaften kann der TSV Emtinghausen dem heute geehrten Vereinshelden vollends bescheinigen.“

Er überreichte Harald Dürkoop neben der Urkunde des LSB Geschenke und Gutscheine. Die außerordentliche Ehrung klang mit einem kleinen Umtrunk aus.  jb

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